Serie Teil 4, Wo spielt eigentlich....?

Abdennour – auf dem Sprung zu Arsenal?

Zu schwach für die Bundesliga, ganz stark in der Ligue 1 – und jetzt soll Aymen Abdennour sogar bei Premier-League-Club FC Arsenal auf der Wunschliste stehen. ·

Werder-Bremen - TOULOUSE · Das klingt wie ein Märchen aus dem Orient. Aymen Abdennour, vor anderthalb Jahren noch kläglich bei Werder gescheitert, steht nach eigenen Angaben im Notizblock von Arsene Wenger, Team-Manager des FC Arsenal. Dem tunesischen Internetportal „footplus“ sagte der Linksverteidiger: „Es ist wahr, sie haben Interesse.“

Dabei sah es während seiner Bremer Zeit nicht annähernd danach aus, als ob Aymen Abdennour überhaupt Bundesliga-Niveau erreichen kann. Im Januar 2010 liehen die Norddeutschen den Linksfuß von Etoile Sportive du Sahel für ein halbes Jahr aus. Der sympathische Profi lernte in Windeseile Deutsch, trainierte immer mit größtem Einsatz, aber in seinen acht Pflichtspiel-Einsätzen konnte der heute 22-Jährige fast nie überzeugen. In Erinnerung blieben vor allem die schlimmen Auftritte gegen die Bayern (2:3) in Mönchengladbach (3:4), als über seine linke Abwehrseite jeder Angriff des Gegners eingeleitet wurde. Die Kritik am damaligen Neuzugang empfand Trainer Thomas Schaaf als nicht gerechtfertigt und erklärte: „Ich überlege, ob ich Aymen nicht schützen muss und ihn aus der Schusslinie nehme. Hier wurde jemand zum Sündenbock gemacht. Das hat er nicht verdient.“ Abdennour bekam kein Bein mehr auf den Boden und kehrte nach der Saison 2009/10 in die Heimat zurück.

Nach einer Spielzeit bei Etoile Sportive (20 Spiele, fünf Tore) folgte in diesem Sommer der Wechsel zum französischen Erstligisten FC Toulouse. Der Ligue 1-Club überwies eine Ablösesumme von 500 000 Euro und stattete Abdennour gleich mit einem Kontrakt bis 2015 aus. Anscheinend in weiser Voraussicht. Der Ex-Bremer startete bei den Südfranzosen richtig durch und half mit, dass Toulouse nach neun Spieltagen auf dem vierten Platz steht. Der Tunesier: „Wir sind dabei, eine gute Saison zu spielen. Ich hoffe, wir können das fortsetzen.“

Die starken Leistungen im Verein haben Aymen Abdennour nicht nur zurück in die Nationalelf gebracht, sondern sogar den Top-Club Arsenal auf ihn aufmerksam gemacht. „Ich weiß, dass sie bereits einige Spiele beobachtet haben. In denen habe ich gute Leistungen gezeigt. Wenn es für alle Seiten passt, wäre ein Wechsel zu einem großen Club, wie Arsenal es ist, eine schöne Sache. Aber vorerst liegt mein Hauptaugenmerk noch auf Toulouse“, sagt Aymen Abdennour. Vom Geschmähten zum Arsenal-Spieler – das klingt wie ein Märchen. · bis

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