Bis zu drei Meter hohe Sturmflut

Heftiger Zyklon vor Indien: Mindestens 24 Tote - 96 Menschen nach Schiffsunglück vermisst 

Busse stehen auf einer überfluteten Straße. Aufgrund des Zyklon „Tauktae“ mussten die Behörden hunderttausende Menschen in Sicherheit bringen .
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Busse stehen auf einer überfluteten Straße in Indien. Aufgrund des Zyklon „Tauktae“ mussten die Behörden hunderttausende Menschen in Sicherheit bringen.

Nach einem Schiffsunglück vor der Küste Mumbais infolge eines heftigen Zyklons werden 96 Menschen vermisst. Die Zahl der Toten stieg auf 24.

Update vom 18. Mai, 13.30 Uhr: Der Zyklon „Tauktae“ sorgt im Westen Indiens für schwere Überflutungen und Verwüstung. Mit der Meldung von vier weiteren Toten stieg die Zahl der Sturmopfer auf 24, wie die Behörden mitteilten. Der heftigste Zyklon in der Region seit Jahrzehnten tötete demnach Menschen in den Bundesstaaten Maharashtra, Gujarat, Kerala und Goa.

Heftiger Zyklon vor Indien: 96 Menschen nach Schiffsunglück vermisst

Nach einem Schiffsunglück vor der Küste Mumbais suchten Rettungsteams nach 96 Vermissten. Das Schiff zur Versorgung von Ölbohrinseln war infolge des Zyklons von riesigen Wellen getroffen worden und gesunken (siehe Erstmeldung). Wie die indische Marine via Twitter mitteilte, konnten 177 der 273 Menschen an Bord gerettet werden. 96 weitere würden noch vermisst. Unter „extrem herausfordernden Seebedingungen“ werde die Suche nach den Vermissten fortgesetzt. Das erklärte das indische Verteidigungsministerium mit. Die Rettungsmannschaften waren mit zwei Schiffen und einem Hubschrauber im Einsatz.

Mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 185 Stundenkilometern war „Tauktae“ über den Westen Indiens gezogen. Er verursachte an der Westküste drei Meter hohe Wellen und riss Bäume und Stromleitungen um. In der Folge waren hunderttausende Menschen von der Stromversorgung abgeschnitten. Auf seinem Weg ins Landesinnere schwächte er sich ab. Die indische Meteorologiebehörde stufte ihn von einem „extrem schweren Zyklon“ auf einen „sehr schweren Zyklon“ herab.

Unserer Erstmeldung vom 18. Mai 2021: Heftiger Zyklon vor Indien: 127 Menschen nach Schiffsunglück vermisst

Mumbai - Nach Angaben der indischen Marine sind Rettungsmannschaften mit zwei Schiffen und einem Hubschrauber auf der Suche nach den Vermissten. Das Schiff mit etwa 273 Menschen an Bord geriet durch starke Winde in Seenot.

Zyklon „Tauktae“ vor Indien: Bereits mindestens 20 Tote

Mindestens 20 Menschen wurden getötet, nachdem der heftige Zyklon* „Tauktae“ im Westen Indiens begleitet von starkem Regen und Wind auf Land getroffen ist. „Tauktae“ sei an der Küste des Bundesstaates Gujarat auf Land getroffen, schrieb der indische Wetterdienst am Montagabend (Ortszeit) auf Twitter. Mindestens 20 Menschen starben laut Behördenangaben seit dem Wochenende. Der Wirbelsturm erschwert auch Indiens Kampf gegen das Coronavirus: Tausende Menschen, darunter auch Covid-19-Patienten in Krankenhäusern, wurden von der Küste weggebracht.

Zyklon vor Indien: Drei Meter hohe Sturmfluten

Der Zyklon prallte - vom Arabischen Meer kommend - mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 185 Stundenkilometern auf Land. Der indische Wetterdienst meldete bis zu drei Meter hohe Sturmfluten in einigen Regionen Gujarats. Es soll sich um den schwersten Sturm in Westindien in den vergangenen 30 Jahren handeln.

Mindestens sechs Menschen waren am Wochenende und am Montag infolge heftiger Regenfälle und starken Windes in Maharashtra ums Leben gekommen. Weitere sieben Menschen starben im Bundesstaat Kerala, wie der Regierungschef des Staates am Montagabend twitterte.

Zyklon vor Indien erschwert Kampf gegen Corona - Impfungen ausgesetzt

Im Bundesstaat Gujarat wurden am Sonntag und in der Nacht zum Montag mehr als 150.000 Menschen vor dem Sturm in Sicherheit gebracht. Sämtliche Covid-19-Patienten wurden sicherheitshalber in Krankenhäuser verlegt, die mehr als fünf Kilometer von der Küste entfernt liegen. Die Corona-Impfungen* wurden für zwei Tage ausgesetzt.

In der weiter südlich gelegenen Metropole Mumbai waren bereits am Sonntag 580 Corona-Patienten aus drei Feldlazaretten in Sicherheit gebracht worden. Dort schlossen die Behörden wegen des Unwetters am Montag für mehrere Stunden den Flughafen. Die Bewohner wurden aufgefordert, zu Hause zu bleiben. Aus Küstenregionen des Bundesstaates Maharashtra, in dem Mumbai liegt, wurden 12.500 Menschen in Sicherheit gebracht. In einem Krankenhaus in Goa wurde eine Corona-Station teilweise unter Wasser gesetzt, weil es durch geöffnete Fenster hereinregnete.

Corona in Indien: Dramatische Lage - Zyklon gefährdet Stromversorgung in Krankenhäusern

Die Corona-Lage in Indien ist seit Wochen dramatisch. Die Ausbreitung der Virus-Mutante B.1.617* bereitet große Sorgen. Am Montag wurden 4100 Todesfälle und 280.000 Infektionen innerhalb von 24 Stunden gemeldet. Viele Krankenhäuser sind angesichts der Situation völlig überlastet. In den voraussichtlich am schwersten vom Zyklon betroffenen Gebieten versuchten die Behörden deshalb alles, um Stromausfälle in Krankenhäusern und in Anlagen zur Sauerstoffproduktion zu verhindern.

Der Zyklon sei für Millionen Menschen in Indien, die bereits unter der Corona-Pandemie litten, ein „heftiger Doppelschlag“, sagte Udaya Regmi von der Internationalen Föderation der Rotkreuz- und Rothalbmond-Gesellschaften. Die Organisation unterstützte die Behörden bei der Evakuierung bedrohter Regionen.

Im Mai 2020 waren durch den Zyklon „Amphan“ mehr als 110 Menschen ums Leben gekommen. Er hatte im Osten Indiens und in Bangladesch eine Spur der Verwüstung hinterlassen. (AFP/va) *Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

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