Blutige Tradition

Zwei Verletzte bei erster Stierhatz in Pamplona

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Bei der Stierhatz in Pamplona kommt es immer wieder zu schweren Unfällen.

Pamplona – Bei der ersten Stierhatz des diesjährigen "Sanfermines"-Festes sind im nordspanischen Pamplona zwei Läufer durch Hornstöße erheblich verletzt worden.

Ein Mann habe am Dienstag eine tiefe Wunde am Brustkorb davongetragen, ein zweiter Läufer sei von einem der sechs Kampfbullen am Rücken aufgespießt und in die Luft geschleudert worden, berichteten Medien. Beide seien ins Krankenhaus gebracht worden. Viele der waghalsigen Läufer hätten sich außerdem beim Rennen durch die engen Gassen von Pamplona durch Schläge oder bei Stürzen leichte Verletzungen zugezogen, hieß es. 

Bis nächsten Dienstag werden täglich am frühen Vormittag sechs zum Teil über 600 Kilogramm schwere Kampfstiere und auch mehrere zahme Leitochsen für die Stierkämpfe am Abend bis in die Arena gejagt. Bei den Mutproben der Läufer über die 825 Meter lange Strecke werden jedes Jahr Dutzende verletzt. Im vergangenen Jahr waren es insgesamt 42. Das letzte Todesopfer gab es 2009.

Blutige Tradition: Bilder von der Stierhatz in Pamplona

Blutige Tradition: Bilder von der Stierhatz in Pamplona

Tierschutzgruppen protestierten auch dieses Jahr gegen die weltberühmte Veranstaltung, die inzwischen auch in Spanien äußerst umstritten ist. Dennoch lockt das Fest unzählige Touristen aus aller Welt an, vor allem aus Europa, Australien und den USA. Über Pamplona schrieb unter anderen auch der US-Schriftsteller Ernest Hemingway in seinem ersten größeren Roman "Fiesta" (1926).

dpa

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