Abstieg trotz Verbotes

Mutter und Tochter sterben bei Schluchtenwanderung

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Bei der Suche nach den Vermissten setzte die namibische Polizei unter anderem einen Hubschrauber ein.

Windhuk - Wegen der extremen Hitze im Süden Namibias ist es derzeit verboten, in die Schluchten zu steigen. Zwei deutsche Urlauberinnen hielten sich nicht daran - mit schrecklichen Folgen.

Im Süden Namibias sind zwei deutsche Urlauberinnen während einer Wanderung tödlich verunglückt. Die Leichen der Mutter und ihrer Tochter wurden am Montag in einer Schlucht des Fish River Canyons gefunden, wie die staatliche Agentur für Nationalparkresorts mitteilte. Nun sollen zunächst die Angehörigen der Opfer verständigt werden, wie Sprecherin Mufaro Nesongano erklärte. Die deutsche Botschaft in Windhuk teilte mit, man sei mit dem Fall befasst und arbeite eng mit den namibischen Behörden zusammen.

Bei den Opfern handelte es sich der namibischen „Allgemeinen Zeitung“ zufolge um eine 47-Jährige und deren 29 Jahre alte Tochter. Die beiden Frauen waren demnach offenbar in eine der Schluchten abgestiegen, obwohl dies wegen der gegenwärtig extremen Hitze in der Region verboten ist, wie die „Allgemeine Zeitung“ weiter berichtete. Seit Freitag war eine Suchaktion im Gange, an der unter anderem auch ein Polizeihubschrauber beteiligt war. Die örtliche Polizei in der Region Karas bestätigte den Tod der beiden Frauen, konnte zunächst aber keine genaueren Angaben machen, wie es zu dem Unglück kam.

Der Canyon in der früheren deutschen Kolonie Namibia gilt als eine der bedeutendsten Schluchtlandschaften nach dem Grand Canyon in den USA. Die Schlucht nahe der südafrikanischen Grenze ist ein bei Namibia-Touristen beliebtes Urlaubs- und Wanderziel.

dpa

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