Zwei Deutsche bei Lawinenunglück umgekommen

Safien/Saxeten - Bei einem Lawinenunglück im Schweizer Kanton Graubünden sind am Samstag zwei deutsche Skitourengeher ums Leben gekommen.

Die Zahl der Lawinentoten in der Schweiz in diesem Winter erhöhte sich damit auf 17. Die beiden gehörten zu einer neunköpfigen Tourengruppe aus Deutschland, die von Safien in Richtung Strätscherhorn aufstieg. Auf einer Höhe von 2.400 Metern über Meer löste die Gruppe ein Schneebrett aus, das alle rund 100 Meter in die Tiefe riss und verschüttete. Sechs Tourengänger konnten sich rasch selbstständig aus den Schneemassen befreien und Alarm schlagen.

Die von Hundeführern unterstützten Retter der Alpinen Rettung Graubünden konnten einen 30- und einen 50-jährigen Mann aber nur noch tot bergen. Ein weiterer wurde schwer verletzt ins Kantonsspital nach Chur geflogen, teilte die Kantonspolizei mit. Alle Tourengänger waren mit einem Lawinenverschütteten-Suchgerät ausgerüstet. Ein weiteres Lawinenunglück ereignete sich am Nachmittag an der Nideri-Sulegg oberhalb von Saxeten im Berner Oberland, wie die Kantonspolizei Bern mitteilte.

Eine 34-jährige Tourenfahrerin wurde vor den Augen ihres Begleiters verschüttet. Er konnte die Frau noch vor dem Eintreffen der Rettungskräfte bergen. Sie wurde mit schweren Verletzungen von einem Helikopter ins Spital geflogen. In den Schweizer Bergen sind im laufenden Winter 17 Menschen in Lawinen ums Leben gekommen. Das schwerste Unglück ereignete sich am 3. Januar im Diemtigtal, als sieben Menschen den “Weißen Tod“ starben. Im Lawinenjahr 2008/2009 waren es 28 Tote gewesen.

DAPD

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