Aus Ermittlerkreisen

Zugunglück von Meerbusch: Mögliche Ursache durchgesickert

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Zugunglück von Meerbusch: Mögliche Ursache durchgesickert

50 Menschen sind am Dienstag beim Zugunglück von Meerbusch verletzt worden. Die Ursache könnte offenbar der eines anderen verheeren Bahn-Unfalls ähneln.

Hannover - Ein Fehler der Fahrdienstleitung könnte einem Medienbericht zufolge die Ursache für das Zugunglück von Meerbusch sein. Dem Lokführer des Personenzugs sei über Zugfunk mündlich die Erlaubnis zur Weiterfahrt erteilt worden, obwohl sein Streckensignal auf Halt stand, berichtete das Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND) am Mittwoch unter Berufung auf Ermittlerkreise. Bei dem Unfall am Dienstagabend war ein Regionalexpress des privaten Zugbetreibers National Express auf einen Güterzug von DB Cargo geprallt. Bei dem Unfall wurden laut Bundespolizei 50 Menschen verletzt, neun von ihnen schwer.

Eine Stellungnahme der Bundesstelle für Eisenbahn-Unfalluntersuchungen zu dem Bericht war am Mittwochabend nicht zu erhalten. Ein Sprecher der Stelle hatte zuvor erklärt, dass der Regionalzug hätte halten müssen. Dies sei aber keine Schuldzuweisung an den Lokführer der Regionalbahn.

Ermittler gehen auch einem anderen Verdacht nach

Dem RMD-Bericht zufolge gehen die Ermittler dem Verdacht nach, dass die vergebenen Zugnummern fehlerhaft eingetragen waren. Deswegen könnte übersehen worden sein, dass zwei Züge sich im selben Streckenabschnitt befanden. Eine Sprecherin der Deutschen Bahn wollte sich nicht zu dem Bericht äußern.

Beim Zugunglück von Bad Aibling Anfang 2016 hatte der zuständige Fahrdienstleiter Signale falsch gestellt. Er wurde zu dreieinhalb Jahren Haft verurteilt. Damals waren zwölf Menschen ums Leben gekommen.

dpa/fn

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