Zu dick? 200-Kilo-Mann wehrt sich gegen Kündigung

+
Ein Übergewichtiger geht durch eine Fußgängerzone - eine Kündigung wegen Übergewicht beschäftigt das Düsseldorfer Landgericht. Foto: Frank Leonhardt/Symbolbild

Düsseldorf (dpa) - Ein 200 Kilogramm schwerer Gartenbauer kämpft heute (13.00 Uhr) vor dem Landesarbeitsgericht in Düsseldorf gegen seine Kündigung. Sein Arbeitgeber meint, der Beschäftigte könne seine Arbeit aufgrund seiner Körperfülle nicht mehr verrichten.

Nach 30 Jahren im Betrieb hatte das Unternehmen dem Mann gekündigt. Zuvor war eine Therapie an einem Adipositaszentrum ohne Erfolg, sprich Gewichtsabnahme, geblieben. Der 1,94 Meter große Arbeiter meint, er sei wegen seiner Fettleibigkeit schwerbehindert, könne die geforderten Arbeiten in dem Gartenbaubetrieb aber dennoch leisten.

Weder gebe es passende Warnwesten noch Arbeitsschuhe oder Leitern, die für ein solches Gewicht zugelassen seien, entgegnet der Arbeitgeber. Der Mann passe auch nicht mehr in die Gräben. In der ersten Instanz vor dem Arbeitsgericht in Düsseldorf hatte keine Seite vollends Erfolg. Der Arbeitgeber kam mit der Kündigung nicht durch. Dem Kläger blieb die geforderte Entschädigung von 6000 Euro verwehrt.

Urteil Arbeitsgericht Düsseldorf vom 17.12.2015

Wie werde ich Fitnesskaufmann/-frau?

Wie werde ich Fitnesskaufmann/-frau?

Wann eine Teilqualifizierung sinnvoll ist

Wann eine Teilqualifizierung sinnvoll ist

Das Aus für die klassische Küche

Das Aus für die klassische Küche

Trump nimmt Amtsgeschäfte auf

Trump nimmt Amtsgeschäfte auf

Meistgelesene Artikel

Auto rast in Menschenmenge: Viertes Opfer gestorben

Auto rast in Menschenmenge: Viertes Opfer gestorben

Lawine trifft Hotel in Erdbebengebiet - Viele Tote

Lawine trifft Hotel in Erdbebengebiet - Viele Tote

Pilotenfehler soll zu Absturz geführt haben

Pilotenfehler soll zu Absturz geführt haben

Der Letzte, der den Mond betrat: US-Astronaut Eugene Cernan ist tot

Der Letzte, der den Mond betrat: US-Astronaut Eugene Cernan ist tot

Kommentare