Urteil: Wer Fleischwaren falsch kennzeichnet, kann gefeuert werden

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Wer Fleischwaren falsch kennzeichnet, kann gefeuert werden.

Köln - Wer Fleischwaren im Supermarkt falsch etikettiert, kann von seinem Arbeitgeber fristlos gekündigt werden. Das hat ein Urteil des Landesarbeitsgerichts Köln bestätigt.

Das Gericht erklärte die fristlose Entlassung eines Metzgermeisters für wirksam, weil er industrieverpacktes Grillfleisch einen Tag vor dem Ablauf des Mindesthaltbarkeitsdatums in Packungen des Supermarkts umverpackt und mit einem neuen Haltbarkeitsdatum versehen hatte.

Damit habe er Kunden getäuscht und sich strafbar gemacht, erklärte das Gericht am Donnerstag. Die Kündigung sei auch bei Berücksichtigung der langen Beschäftigungsdauer von 27 Jahren rechtmäßig, hieß es in dem Urteil weiter. Der Metzgermeister habe vor Gericht erklärt, ähnliche Umetikettierungen fast wöchentlich vorgenommen zu haben. Daher müsse davon ausgegangen werden, dass dem Metzgermeister jedes Verantwortungsgefühl für die Gesundheit der Kunden fehle.

Für den Arbeitgeber sei damit auch die Gefahr eines massiven Rufschadens verbunden. (Aktenzeichen: Landesarbeitsgericht Köln 5 Sa 1323/08)

AP

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