Tote bei Anschlägen und Angriffen im Grenzgebiet

+
Ein Archivbild zeigt US-Marinehubschrauber vom Typ CH-53 bei der Landung auf einer Operationsbasis während des Afghanistan-Einsatzes. Bei Anschlägen kamen erneut Menschen ums Leben.

Islamabad/Kabul - Bei einem Bombenanschlag, bei Raketenbeschuss und bei einem Drohnenangriff sind im afghanisch-pakistanischen Grenzgebiet mehr als 20 Menschen getötet worden.

In der nordwestpakistanischen Stadt Peshawar kamen am Samstag bei der Detonation eines Sprengsatzes vier Schulkinder und zwei Lehrerinnen ums Leben. Insgesamt seien zehn Menschen getötet worden, als die Bombe in einer dicht bevölkerten Straße neben einem vorbeifahrenden Schulbus detoniert sei, sagte Peshawars Polizeichef Safwat Ghayyur. Der Bürgermeister des Distrikts Peshawar, Omar Khan, sagte, möglicherweise habe es sich um einen Vergeltungsschlag wegen der Militäroffensive gegen die Taliban im Norden Pakistans gehandelt.

Bei der Offensive wurden nach Angaben der pakistanischen Armee vom Samstag weitere 47 Taliban-Kämpfer getötet. Unter den Toten seien zwei Kommandeure der Aufständischen, sagte Armeesprecher Athar Abbas. Drei Soldaten seien verletzt worden. Die Soldaten rückten im Swat-Tal weiter gegen die Taliban vor.

Bei einem von Pakistan aus verübten Raketenangriff radikalislamischer Aufständischer wurden in der ostafghanischen Stadt Chost nach Polizeiangaben eine Moschee getroffen und fünf Gläubige getötet. Der Polizeichef der Provinz Chost, Abdul Kayum Bakisoy, sagte am Samstag, sechs weitere Menschen seien bei dem Angriff von “Feinden des Islam“ am Vortag verletzt worden. Das US-Militär teilte mit, der Angriff habe einer Militärbasis gegolten. Die vom pakistanischen Grenzgebiet aus abgeschossenen Raketen seien außerhalb des Camps eingeschlagen. Soldaten seien nicht zu Schaden gekommen.

Bei einem vermutlich von US-Militärs geführte Raketenangriff auf ein Versteck von Extremisten im pakistanischen Grenzgebiet zu Afghanistan wurden am Samstag mindestens sieben Menschen getötet. Ein Geheimdienstmitarbeiter, der anonym bleiben wollte, sagte, unter den Toten seien mindestens zwei “Ausländer“. Damit werden El-Kaida- Terroristen aus arabischen oder zentralasiatischen Staaten bezeichnet. Eine Drohne habe zwei Hellfire-Raketen auf das Ziel im Stammesgebiet Nord-Wasiristan abgeschossen, hieß es. Vier Tage zuvor waren bei einem mutmaßlichen Angriff mit einem unbemannten Flugzeug im benachbarten Süd-Wasiristan acht Menschen getötet worden.

Die USA haben ihre Angriffe mit Drohnen auf Extremisten im pakistanischen Grenzgebiet zu Afghanistan verstärkt. Offiziell kritisiert die pakistanische Regierung die Angriffe, weil sie für Unmut in der Bevölkerung sorgen. Das pakistanische Militär kooperiert aber mit den Amerikanern und liefert Zieldaten.

Bei dem US-Bombenangriff Anfang des Monats in der westafghanischen Provinz Farah, über dessen Opferzahl es höchst widersprüchliche Angaben gab, wurden nach einer Untersuchung der afghanischen Regierung 140 Zivilisten getötet. 25 Zivilisten seien verletzt worden, teilte das Verteidigungsministerium in Kabul am Samstag mit. Seit Beginn des internationalen Militäreinsatzes hat kein Einsatz mehr Opfer unter der Zivilbevölkerung gefordert.

dpa

Abgeordnete dürfen deutsche Soldaten in Konya besuchen

Abgeordnete dürfen deutsche Soldaten in Konya besuchen

Merkel, Trump und Co. beim G7-Gipfel auf Sizilien: Die Bilder

Merkel, Trump und Co. beim G7-Gipfel auf Sizilien: Die Bilder

Mit kurzer Hose ins Büro? Zehn Outfit-Fails im Sommer

Mit kurzer Hose ins Büro? Zehn Outfit-Fails im Sommer

Edel, sexy, elegant: So präsentierten sich die Stars bei der amfAR-Gala 

Edel, sexy, elegant: So präsentierten sich die Stars bei der amfAR-Gala 

Meistgelesene Artikel

Erschossener Elefant fällt um - und tötet Jäger

Erschossener Elefant fällt um - und tötet Jäger

Kinderwunsch? Arzt half wohl mit seinem Sperma

Kinderwunsch? Arzt half wohl mit seinem Sperma

Steuerfahnder heben illegale Tabakfabrik aus

Steuerfahnder heben illegale Tabakfabrik aus

Nach jahrelangem Missbrauch: 23-Jährige schneidet Prediger Penis ab

Nach jahrelangem Missbrauch: 23-Jährige schneidet Prediger Penis ab

Kommentare