Streit um Gewinn durch Eisbär Knut geht weiter

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Eisbärbaby Knut mit seinem Pfleger Thomas Dörflein.

Berlin - Ein Gütevorschlag im Streit um die Einnahmen aus dem Rummel, den Eisbär Knut dem Berliner Zoo bescherte, scheiterte. Die Verhandlungen gehen weiter.

Das Gezerre um Millionengewinne durch Eisbär Knut aus dem Berliner Zoo geht weiter. Ein Gütevorschlag des Berliner Landgerichts scheiterte am Dienstag. Nun wollen der Tierpark Neumünster in Schleswig-Holstein als Eigentümer von Knut und der Hauptstadt-Zoo maximal noch zwei Monate verhandeln, ob und zu welchem Preis der Zoo den Publikumsliebling kauft. Der Zoo bot 350.000 Euro - “und keinen Cent mehr“.

Neumünster wollte mit seiner Klage ursprünglich erreichen, dass der Zoo seine Gewinne durch Knut offenlegt, um dann einen Anteil zu fordern. Knut-Vater Lars stammt aus Neumünster und war in die Hauptstadt ausgeliehen worden. Laut Vertrag gehört der erste Nachwuchs dem Tierpark Neumünster.

Der Gerichtstermin war Chefsache

Sowohl der Berliner Zoochef Bernhard Blaszkiewitz als auch der Tierparkdirektor aus Neumünster, Peter Drüwa, kamen. Das Gericht bezweifelte, ob die Klage aus Neumünster überhaupt begründet ist und schlug den Berliner Zoo-Vertretern vor, 700.000 Euro zu zahlen, um den Streit zu beenden. Das lehnte der Zoo als nicht verhandelbar ab.

Der inzwischen zweieinhalb Jahre alte Knut wurde gleich nach der Geburt von seiner Mutter verstoßen und von Pfleger Thomas Dörflein mit der Flasche aufgezogen. Die Bilder gingen um die Welt und lockten Millionen Menschen in den Berliner Zoo. Pfleger Dörflein starb überraschend im Vorjahr.

dpa

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