Revision verworfen: Elf Jahre Knast für Kinderschänder

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Ein Kinderschänder aus Dresden muss elf Jahre in den Knast.

Leipzig - Ein nach dem größten Massengentest der deutschen Kriminalgeschichte gefasster Kinderschänder aus Dresden muss elf Jahre ins Gefängnis.

Das Urteil des Dresdner Landgerichts gegen den Mann, der zwei neun- und elfjährige Mädchen in den Wald verschleppte und dort vergewaltigte, ist nach einer am Mittwoch veröffentlichten Entscheidung des Bundesgerichtshofs rechtskräftig.

Der 5. Strafsenat in Leipzig verwarf die Revision gegen das Urteil als unbegründet. Das Dresdner Landgericht hatte im Dezember den damals 33-jährigen Carsten D. wegen schweren Kindesmissbrauchs, schwerer Vergewaltigung und Körperverletzung verurteilt. Der Lkw-Fahrer aus Dresden muss zudem 20.000 Euro Schmerzensgeld an sein neunjähriges Opfer zahlen.

Die Kammer war mit dem Urteil in vollem Umfang den Anträgen der Staatsanwaltschaft und der Nebenklagevertreter gefolgt. Die Vorsitzende Richterin hatte von einem furchtbaren Verbrechen gesprochen Der Lkw-Fahrer war im Frühsommer 2008 mit Hilfe des größten Massengentests in der deutschen Kriminalgeschichte überführt worden.

Nach seiner Festnahme und im Prozess hatte er gestanden, Ende 2005 ein neunjähriges Mädchen in Dresden und Anfang 2006 ein elf Jahre altes Mädchen aus dem Vorort Coswig auf offener Straße entführt, nach kilometerlanger Autofahrt in einsamen Waldstücken vergewaltigt und anschließend jeweils in Wohnortnähe der Kinder am Straßenrand ausgesetzt zu haben. Das kleinere Mädchen wurde bei der Vergewaltigung so schwer verletzt, dass es operiert werden musste. An sie muss der Verurteilte Schmerzensgeld zahlen, die Anwälte des zweiten Opfers hatten keinen derartigen Antrag gestellt.

AP

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