Gefahr durch Atommüll? Strahlenmessung bei Asse-Mitarbeitern

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Die Gesundheit der Beschäftigten des maroden Atommülllagers Asse wird jetzt systematisch überprüft.

Salzgitter - Nach dem Bekanntwerden von drei Krebsfällen hat der Betreiber des Atommülllagers Asse mit der Untersuchung der Strahlenbelastung von ehemaligen und derzeitigen Beschäftigten begonnen.

Damit soll geklärt werden, ob ein Zusammenhang zwischen den Erkrankungen der Betroffenen und ihren beruflichen Tätigkeiten in der Schachtanlage besteht, wie das Bundesamt für Strahlenschutz am Freitag in Salzgitter mitteilte.

Die Behörde will alle verfügbaren Dosismessungen und Angaben zu Arbeitszeiten unter Tage dokumentieren. Außerdem würden Daten zu radioaktiven Verunreinigungen in der Grubenluft und der Grube selbst ausgewertet, heißt es in der Mitteilung.

In die Untersuchung einbezogen würden alle Personen, die von 1967 bis heute mehr als vier Wochen unter Tage gearbeitet haben oder über Tage Umgang mit den radioaktiven Abfällen auf der Schachtanlage Asse II hatten. Das Gesundheitsmonitoring werde bis Ende 2010 andauern. Zuvor hatten sich drei an Krebs erkrankte ehemalige Mitarbeiter des Bergwerks bei der Staatsanwaltschaft Braunschweig gemeldet.

126.000 Fässer mit radioaktiven Abfällen

In dem ehemaligen Salzbergwerk bei Wolfenbüttel in Niedersachsen wurden zwischen 1967 und 1978 rund 126.000 Fässer mit schwach- und mittelradioaktiven Abfällen deponiert. Dabei kam es zu zahlreichen Unregelmäßigkeiten. Ein Untersuchungsausschuss des niedersächsischen Landtages soll die Vorgänge klären. Das Bundesamt für Strahlenschutz hatte den Betrieb des als einsturzgefährdet geltenden Atommülllagers am Jahresanfang vom Helmholtz Zentrum übernommen.

ap

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