Mutter und Sohn geben Flucht vor Zwangs-Chemotherapie auf

Minneapolis - Eine Mutter und ihr krebskranker Sohn haben ihre Flucht vor den Behörden wegen einer drohenden Zwangs-Chemotherapie nach knapp einer Woche aufgegeben.

Beide seien wieder nach Hause zurückgekehrt, teilte die Polizei im US-Staat Minnesota am Montag mit.

Die Mutter weigert sich, in eine Chemotherapie für ihren Jungen einzuwilligen und setzt stattdessen auf eine Methode, die auf indianischen Überlieferungen beruht. Der 13 Jahre alte Daniel Hauser ist am Non-Hodgkin-Lymphom erkrankt. Nach Angaben von Ärzten hat er eine Chance von 90 Prozent, mit herkömmlicher Strahlen- und Chemotherapie geheilt zu werden. Am Dienstag sollte die Familie zu einer Anhörung vor Gericht erscheinen, um eine Chemotherapie zu erörtern, dabei hätte ein Richter die Durchführung der Behandlung anordnen können. Mutter und Sohn erschienen aber nicht, und gegen die Frau wurde ein Haftbefehl ausgestellt.

Die Eltern hatten die Chemotherapie ihres Sohnes nach einer Behandlung abgebrochen und dies mit ihrer religiösen Überzeugung begründet.

ap

Rubriklistenbild: © dpa

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