Frau mit Brotmesser erstochen: Neuneinhalb Jahre Knast

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Der 45-Jährige wurde wegen Totschlags zu neuneinalb Jahren Haft verurteilt.

Gießen -­ Weil er seine Frau mit einem Brotmesser erstochen und ihre Leiche in einem Garten vergraben hat, ist ein 45-Jähriger wegen Totschlags zu neuneinhalb Jahren Haft verurteilt worden.

Das Landgericht Gießen sah es am Donnerstag als erwiesen an, dass der Familienvater aus Bad Nauheim in der Wetterau (Hessen) die 39-Jährige im vergangenen Oktober im Streit mit drei Stichen in Brust und Bauch tötete. Die Frau hatte sich von ihm trennen wollen.

Ermittler hatten mehrere Tage vergeblich nach ihr gesucht und sie erst nach einem Hinweis des Täters gefunden. Das Paar, das drei erwachsene Töchter hat, stammt aus der Türkei.

Die Nebenklage hatte auf Mord aus niederen Beweggründen plädiert. Die Verteidigung war von einer Affekttat ausgegangen. Beide Auffassungen teilte die Kammer nicht. Das Gericht folgte der Sicht der Staatsanwaltschaft, die wegen Totschlags zehn Jahre Haft gefordert hatte.

Nach den Worten des Richters handelte der 45-Jährige aus Verzweiflung, als er erkannte, “dass seine Ehe und sein Familienleben in Trümmern liegen“. Zum Prozessauftakt hatte der Angeklagte die Tat gestanden, aber betont, seine Frau nicht mit Absicht getötet zu haben.

dpa

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