Zigarren – edler Genuss in vielen Variationen

+
Von klein und dick bis krumm und dünn: Zigarren gibt es in allen erdenklichen Formen und Größen.

Nach Otto von Bismarck ist eine Marke benannt und nach Winston Churchill heißt ein ganz bestimmtes Format – Zigarren haben eine lange Tradition als Genussmittel und sind so individuell wie ihre Raucher. Die bekanntesten und teuersten Sorten kommen aus Kuba, wobei zahlreiche Länder Mittel- und Südamerikas sowie Asiens Spitzenprodukte liefern und weltweit ihre Liebhaber finden.

Zigarrenformate: Von der dicken Churchill bis zur Culebra

Zigarrenarten werden unter anderem nach Format, Länge und Dicke eingeteilt. Winston Churchill, der frühere britische Premierminister, hat seine lange, dicke Havanna auf den meisten Fotos in der Hand oder im Mund. Nach ihm ist das Churchill-Format benannt mit einer Länge von 178 mm und einem Durchmesser von knapp 19 mm. Die Firmen Alfred Dunhill (London) und Romeo y Julieta (Havanna/ Kuba) produzierten lange Zeit die Zigarre mit spezieller Bauchbinde exklusiv für den damaligen britischen Premierminister. Die Rauchdauer beträgt bis zu 90 Minuten.

Weitere gängige Formate sind die Corona und die Piramide. Die Corona ist das bekannteste zylindrische Format. Die Piramide gehört zu den nicht-zylindrischen Formaten. Die Panatella ist eine lange und schlanke Zigarre. Die Robusto ist dagegen eher kurz und dick ist. Zigarillos sind sehr dünne und kurze Zigarren.

„Krumme Hunde“ oder Culebras heißen Zigarren, die eine gebogene oder geknickte Form haben. Ursprünglich erhielten die Zigarrenroller in den Fabriken solche Culebras, um zu verhindern, dass sie die gerade produzierten hochwertigen Zigarren rauchten.

Shortfiller und Longfiller – auf die Einlage kommt es an

Je nach Herstellungsart unterscheidet man zwischen „Shortfillern“ und „Longfillern“. Shortfiller werden meist maschinell gefertigt. Ihre Einlage, also das Innere der Zigarre, besteht aus gerissenen und geschnittenen Tabakblättern. Sie sind bis auf wenige Ausnahmen von durchschnittlicher Qualität. Die Einlage von hochwertigen Longfillern dagegen setzt sich aus mehreren ganzen Blättern zusammen. Longfiller-Zigarren werden fast nur von Hand gerollt und sind daher auch wertvoller. Sie sind ein Muss für Liebhaber erlesener Zigarren wie Winston Churchill und Gerhard Schröder.

Stärke und Geschmack von Zigarren

Zigarren werden in fünf Stärkegrade unterteilt: sanft, sanft-medium, medium, medium-stark und stark. Kubanische Zigarren gelten zum Beispiel als mittelstark bis stark, während Zigarren aus der Dominikanischen Republik eher mild bis leicht sind. Bei der Stärke geht es allerdings ausschließlich um den Nikotingehalt und nicht um den Geschmack. Obwohl kubanischen Zigarren ein milderer Geschmack als zum Beispiel brasilianischen nachgesagt wird, sind sie deutlich stärker.

Vor allem die Einlage und das Deckblatt, der äußere, sichtbare Tabak einer Zigarre, bestimmen den Geschmack. Die Einlage enthält bis zu 20 verschiedene Tabaksorten, die das einzigartige Aroma einer Zigarre ausmachen. Die genaue Rezeptur solcher Mischungen bleibt das Geheimnis der Zigarrenhersteller.

Zigarren werden auch nach der Herkunft des Deckblatt-Tabaks bezeichnet. Bei einer Brasil stammt das Deckblatt aus Brasilien und bei einer Sumatra von der asiatischen Insel gleichen Namens. Während Brasil-Zigarren als vollaromatisch, würzig und mild gelten, schmeckt Sumatra-Tabak eher feinaromatisch, blumig und sanft.

Kubanische Zigarren – die berühmtesten der Welt

Die besten und bekanntesten Zigarren der Welt kommen aus Kuba. Darin sind sich viele Zigarrenliebhaber, Aficionados genannt, einig. Schon die Ureinwohner der Insel kannten den Tabak, der in den Anbaugebieten von Vuelta Abajo im Südwesten der Insel besonders gut gedeiht. „Ich halte Kuba immer in meinem Mund“, hat Winston Churchill einmal gesagt und meinte natürlich seine kubanische Zigarre.

Als Habano oder Havanna wird eine Zigarre bezeichnet, die aus Kuba stammt oder aus kubanischem Tabak hergestellt wird. Berühmte und traditionsreiche Zigarrenmarken aus Kuba sind unter anderem die Cohiba, die Montecristo und die Romeo y Julieta. Sie alle werden in der staatlichen Zigarren-Manufaktur Habanos hergestellt.

Die ersten Cohibas wurden in der 1960er Jahren auf Wunsch des damaligen Revolutionsführers Fidel Castro produziert und als beliebtes Gastgeschenk an Staatsoberhäupter verschenkt. Erst 1982 wurde die Cohiba außerhalb von Kuba vermarktet und gehört bis heute zu den exquisitesten Zigarren überhaupt. Die Zigarre symbolisiert wie kein anderes Genussmittel Luxus, Macht und Einfluss – das verdankt sie nicht zuletzt ihren berühmten Rauchern wie Winston Churchill.

90. Jubiläum der Freiwilligen Feuerwehr Heesen

90. Jubiläum der Freiwilligen Feuerwehr Heesen

Kulturfest des Waldorfkindergartens Scheeßel

Kulturfest des Waldorfkindergartens Scheeßel

Wie werde ich Kirchenmaler/in?

Wie werde ich Kirchenmaler/in?

Proklamation beim Schützenfest in Aschen

Proklamation beim Schützenfest in Aschen

Meistgelesene Artikel

Erschossener Elefant fällt um - und tötet Jäger

Erschossener Elefant fällt um - und tötet Jäger

Lehrerin kürt Siebtklässlerin zur „Terroristen-Kandidatin“

Lehrerin kürt Siebtklässlerin zur „Terroristen-Kandidatin“

Kinderwunsch? Arzt half wohl mit seinem Sperma

Kinderwunsch? Arzt half wohl mit seinem Sperma

Drama in den Alpen: Erdrutsch schließt 17 Menschen in Schlucht ein

Drama in den Alpen: Erdrutsch schließt 17 Menschen in Schlucht ein

Kommentare