Zehn Tote nach Hochwasser in Tschechien

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Heftige Regenfälle haben Österreichs Straßen überflutet.

Prag - Das von tagelangem Regen ausgelöste Hochwasser in Tschechien hat mindestens zehn Menschen das Leben gekostet.

Sechs Menschen ertranken, vier weitere starben an Herzversagen, weil die Rettungskräfte nicht rechtzeitig zu ihnen kommen konnten, wie die Behörden mitteilten.

Entspannung in Österreich und Bayern

In Bayern und Österreich entspannte sich die Lage derweil. Die Pegel der Flüsse gingen zurück, nachdem die Dauerregenfälle der vergangenen Tage nachgelassen hatten. Auch in Passau, wo in der Nacht zum Donnerstag zwischenzeitlich die zweithöchste Meldestufe drei erreicht wurde, sank das Hochwasser im Verlauf des Tages wieder. Nach Angaben der Stadt wurden nur einige Verkehrsflächen überschwemmt. Donau und Isar führten am Donnerstag an einigen Orten noch Hochwasser der Stufe zwei, was Überschwemmungen von Straßen oder landwirtschaftlichen Flächen bedeutet. Zwar wurden weitere Gewitter und Niederschläge erwartet, aber kein erneutes Ansteigen der Pegel.

Land unter in Österreich

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Nach mehr als 48-stündigen Regenfällen hat sich die Lage in den Hochwasser-Gebieten Österreichs am Mittwoch zugespitzt. In St. Leonhard musste sich ein Mutter mit ihren Kindern auf ein Boot retten. © dpa
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Die Flüsse Steyr, Enns, Krems und Traun traten an mehreren Stellen über die Ufer. © dpa
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Hier der Zusammenfluss von Enns und Steyr in Steyr. © dpa
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Das Untere Kremstal stand kurz vor einer flächendeckenden Überflutung. © dpa
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Mehr als 130 Feuerwehrbesatzungen arbeiteten ohne Pause, um Keller leerzupumpen oder gefährdete Bereiche durch Sandsäcke zu schützen. © dpa
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Hochwasser und massive Verkehrsbehinderungen durch zahlreiche Murenabgänge und Straßensperren wurden auch aus anderen Bundesländern gemeldet. © dpa
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Ein Bild aus Steyr. © dpa
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Nach Angaben des Automobilclubs ÖAMTC waren am Morgen etwa 50 Straßen in der Alpenrepublik unpassierbar und mussten gesperrt werden. © dpa
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Für den Fall größerer Überflutungen hat das österreichische Bundesheer 10 000 Soldaten in Alarmbereitschaft versetzt. © dpa
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Durch den Dauerregen sind in den vergangenen 48 Stunden vor allem am oberösterreichischen und niederösterreichischen Alpenrand riesige Regenmengen gefallen - 164 Liter pro Quadratmeter etwa in St. Pölten. © dpa
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Statistisch fallen solche Mengen etwa alle 50 Jahre. Die größte Niederschlagsmenge wurde in Lunz am See mit 207 Litern gemessen. © dpa
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Eine Donau-Fähre bei Klosterneuburg-Korneuburg. © dpa
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Hochwasser-Bilder aus Melk. © dpa
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Hochwasser-Bilder aus Melk. © dpa
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Auch in Tschechien war die Lage nach offiziellen Angaben unter Kontrolle. “Es besteht keine akute Gefahr mehr“, sagte Fischer. An den Aufräumarbeiten sollen sich seinen Angaben zufolge bis zu 1.000 Soldaten beteiligen. Im Osten des Landes sind nach wie vor zahlreiche Straßen und Bahnlinien gesperrt, nachdem mehrere Flüsse über die Ufer getreten sind. Hunderte Menschen wurden aus ihren Häusern evakuiert.

Auch in Österreich rechnete man mit einer weiteren Normalisierung der Situation. In der Steiermark, in Niederösterreich , Oberösterreich, im Burgenland und in Wien gingen die Pegel der Flüsse zurück, wie die österreichische Nachrichtenagentur APA meldete. Dennoch waren noch viele Straßen gesperrt. Das berühmte Wiener Museum Albertina begann nach einem Wasserschaden im Hauptdepot mit der Evakuierung seiner Kunstwerke. Die Sammlung soll vorübergehend komplett ausgelagert werden. Wie lange die Sanierungsarbeiten dauern, war zunächst nicht bekannt. An den Kunstwerken selbst seien bislang keine Schäden festgestellt worden, teilte das Museum am Mittwoch mit. Bei der Räumung, die am Donnerstag begann, handle es sich um eine Vorsichtsmaßnahme. Der Ausstellungsbetrieb werde nicht beeinträchtigt, versicherte eine Sprecherin des Museums. Nach Angaben von Meteorologen fiel in Österreich in der ersten Wochenhälfte innerhalb von 72 Stunden bis zu drei Mal so viel Regen wie sonst im gesamten Juni.

Bahngleise in Polen überflutet

Im Süden Polens waren nach starkem Regen Bahngleise überflutet. In dem Ort Czechowice-Dziedzice südlich von Katowice (Kattowitz) wurde der Bahnhof gesperrt. In der Nähe wurde wegen des Hochwassers der Weichsel auch eine wichtige Fernstraße für den Autoverkehr geschlossen. In der Stadt Olsztyn (Allenstein) mussten Feuerwehrleute Hunderte vollgelaufener Keller in Privathäusern, Bürogebäuden und Krankenhäusern leerpumpen.

ap

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