Winter extrem: Fast 180 Kältetote in Osteuropa

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Ein Obdachloser in der Ukraine wird in einen Krankenwagen gehoben

Kiew/Wien - Das eisige Winterwetter hat vor allem den Osten Europas weiter fest im Griff und kostet dort immer mehr Menschen das Leben.

In der Ukraine teilte am Samstag das Katastrophenschutzministerium mit, dass in den vergangenen acht Tagen 122 Menschen gestorben seien, darunter 78 Obdachlose, die auf den Straßen gefunden wurden. Fast 1.600 Menschen seien wegen Erfrierungen behandelt worden. Schulen wurden geschlossen, der Busverkehr eingestellt.

In der Ex-Sowjetrepublik meldete der Wetterdienst in den vergangenen Tagen Rekordtemperaturen von minus 30 Grad Celsius. Die Zahl der Wärmestuben in der Ukraine stieg weiter auf mehr als 3000. Beobachter vermuten, dass die inoffizielle Zahl der Kältetoten deutlich höher ist. Im zweitgrößten Flächenland Europas leben viele Menschen unter ärmlichsten Bedingungen. Nach offiziellen Angaben hat die Ukraine 100 000 Obdachlose, inoffiziell ist von mehr als 300 000 Menschen ohne ständige Bleibe die Rede. Die Zahl der Opfer steigt bereits seit Tagen.

Wie das Gesundheitsministerium in Bukarest am Samstag mitteilte, stieg die Gesamtzahl der Kältetoten in Rumänien seit Beginn des extremen Frosts vor einer Woche auf 28. Der Frost ließ inzwischen leicht nach. Die Temperaturen stiegen mancherorts über Null. Zugleich setzten wieder heftige Schneestürme ein.

In Polen erfroren erneut sieben Menschen, wie das Innenministerium mitteilte. Damit stieg dort die Zahl der Kältetoten seit Beginn der Frostwelle auf 45. Hinzu kommen sechs Opfer, die an Kohlenmonoxidvergiftungen starben. In der Nacht zu Samstag kamen außerdem vier Obdachlose bei Bränden ums Leben.

In Rumänien erfroren laut Regierung binnen 24 Stunden weitere vier Menschen - seit Beginn des extremen Frosts vor einer Woche waren es damit 28. Aus Frankreich wurde am Samstag ein zweites Kälteopfer gemeldet. In Deutschland brachen zwei Schlittschuhläufer ins Eis ein - einer wurde tot geborgen, der andere wurde am Samstag noch vermisst.

dpa

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