Zahl der Hungernden im Sudan dramatisch gestiegen

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Wie das Welternährungsprogramm mitteilt, ist die Zahl der Hungernden im Sudan dramatisch gestiegen.

Nairobi - Infolge anhaltender Dürre und bewaffneter Konflikte ist die Zahl der hungernder Menschen im Süden des Sudan dramatisch gestiegen.

Derzeit seien 4,3 Millionen Menschen auf Lebensmittelhilfe angewiesen, berichtete Leo van der Velden vom Welternährungsprogramm (WFP) am Dienstag. Im vergangenen Jahr seien im Südsudan knapp eine Million Menschen von Hunger betroffen gewesen. “Die hohe Zahl der Hungernden wird gerade vor Beginn der Regenfälle verzeichnet, wenn die Dörfer von der Versorgung abgeschnitten sind“, sagte van der Velden, der die Arbeit der Organisation im Südsudan koordiniert.

Besonders schwierig ist die Versorgungslage im Bundesstaat Jonglei, wo es seit Monaten zu ethnischen Kämpfen zwischen rivalisierenden Viehzüchtergemeinschaften und Überfällen der ugandischen Rebellengruppe LRA auf Dörfer kommt. In Jonglei und anderen südsudanesischen Bundesstaaten wurden bei Kämpfen verfeindeter Volksgruppen nach UN-Schätzungen im vergangenen Jahr mehr als 2500 Menschen getötet, rund 350 000 flohen aus ihren Dörfern.

dpa

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