Gerichte überlastet

New York drückt bei Wildpinklern ein Auge zu

New York - Urinieren auf der Straße, Alkohol in der Öffentlichkeit, Füße auf dem U-Bahn-Sitz: Wegen solcher Delikte wurde man bisher in New York oft automatisch festgenommen. Das ändert sich jetzt.

In New York sollen kleinere Delikte ab kommender Woche nicht mehr automatisch zu Festnahmen und Gerichtsverfahren führen. Die Reform erlaube es der "hart arbeitenden Polizei", sich auf die schweren Verbrechen zu konzentrieren, sagte Bürgermeister Bill de Blasio am Dienstag. Die Erleichterung gilt ab Montag für den Stadtteil Manhattan.

Die Staatsanwaltschaft des Bezirks erklärte, Täter von Bagatelldelikten wie Wildpinkeln würden nur noch dann festgenommen, wenn sie die öffentliche Sicherheit gefährdeten. Von der Maßnahme erhoffen sich die Behörden rund 10.000 weniger Festnahmen im Jahr - und damit auch eine deutliche Entlastung der Gerichte und Haftanstalten.

Die skurrilsten Gesetze im Ausland

Die skurrilsten Gesetze im Ausland
Andere Länder, andere Sitten: In manchen Urlaubsländern gibt es wirklich kuriose Gesetze. Ganz vorn mit dabei sind einige Vorschriften im beliebten Reiseland Italien. Im venezianischen Städtchen Eraclea ist es beispielsweise untersagt, am Strand Löcher in den Sand zu buddeln oder Burgen zu bauen.   © dpa
Die skurrilsten Gesetze im Ausland
ITALIEN: Im kampanischen Eboli wird das Küssen im Auto mit 500 Euro Strafe „honoriert“. © dpa
Die skurrilsten Gesetze im Ausland
ITALIEN: Im recht sittenstrengen Palermo auf Sizilien dürfen sich Frauen durchaus nackt am Stand zeigen. Dem „starken Geschlecht“ bleibt dies jedoch verwehrt. © dpa
Die skurrilsten Gesetze im Ausland
ITALIEN: Das Füttern von Tauben ist auf dem Markusplatz in der Lagunenstadt Venedig verboten. Es drohen bis zu 450 Euro Strafe. © dpa
Die skurrilsten Gesetze im Ausland
ITALIEN: In der Öffentlichkeit sein Pausenbrot zu verzehren, ist in Rom untersagt. © dpa
Die skurrilsten Gesetze im Ausland
FRANKREICH: Selbst in Paris, in der Stadt der Liebe, ist das Küssen im Pariser Bahnhof Gare du Nord und im Zug seit dem Jahr 1910 verboten. © dpa
Die skurrilsten Gesetze im Ausland
FRANKREICH: Liebe Bauern, liebe Tierliebhaber. Sollten Sie ein Schwein in unserem Nachbarland erwerben, nennen Sie es nicht Napoleon. Dies wird im Land des kleinen Korsen als Beleidigung aufgefasst. © dpa
Die skurrilsten Gesetze im Ausland
ENGLAND: Die Insel ist bekannt für ihre „Pub-Kultur“. Doch in Pubs ist es verboten, dass Männer Frauen um Sex bitten. Dies ist ein „nationales Ärgernis“. Strafe: bis zu 180 Euro oder drei Monate Gefängnis. © dpa
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ENGLAND: Es ist verboten, auf der Urlaubskarte die Briefmarke mit dem Portrait der Königin verkehrt herum aufzukleben. © www. travel24.com
Die skurrilsten Gesetze im Ausland
GRENADA (Kleine Antillen): Auf der Insel Grenada sollte man stets „zivil“ gekleidet sein. Wer mit Badehose oder Bikini in ein Shoppingcenter geht, dem droht ein Bußgeld von bis zu 200 Euro. © dpa
Die skurrilsten Gesetze im Ausland
ISRAEL: Bären ist es untersagt Strände zu betreten und im Meer zu baden. © dpa
Die skurrilsten Gesetze im Ausland
Japan: Das Land garantiert seinem Volk per Gesetz Sonnenschein. © dpa
Die skurrilsten Gesetze im Ausland
ISRAEL: Das Anschauen von Sexfilmen in Hotels ist strafbar. Wer erwischt wird, kann bis zu drei Jahre im Gefängnis landen. © dpa
Die skurrilsten Gesetze im Ausland
RUSSLAND: Ist das Auto zu schmutzig, kann es bis zu 200 Euro Bußgeld hageln. Dabei bleibt allerdings ungeklärt, was „schmutzig“ bedeutet. Darf der Autofahrer mit schmutzigen Nummernschild fahren oder müssen die Auto-Insassen durch die Scheiben noch erkennbar sein. Wie fast immer im „wilden Russland“ ist auch dies Auslegungsache der Beamten. © dpa
Die skurrilsten Gesetze im Ausland
USA: Indiana (Gary) geht mit allen Mitteln gegen Knoblauchesser vor. Nach ausgiebigem Knoblauchverzehr ist es vier Stunden lang untersagt, ins Kino oder Theater zu gehen oder auch nur die Straßenbahn zu benutzen. © dpa
Die skurrilsten Gesetze im Ausland
USA: Radfahrer in Connecticut dürfen von der Polizei gestoppt werden, wenn sie schneller als 100 km/h mit ihrem Drahtesel unterwegs sind. © dpa
Die skurrilsten Gesetze im Ausland
USA: Das Fahren ohne Scheibenwischer ist in Texas verboten. Eine Windschutzscheibe ist nicht nötig, Scheibenwischer müssen aber sein. © dpa
Die skurrilsten Gesetze im Ausland
USA: Ein kleiner Strandabschnitt in Clearwater (Florida) mit 12 Verboten. Vom Wassersport wie Surfen oder Boot fahren bis hin zum Alkoholtrinken oder Betteln ist hier alles mögliche verboten. © www. travel24.com
Die skurrilsten Gesetze im Ausland
USA: Alabama verbietet das Fahren eines Fahrzeugs mit Augenklappe. © dpa
Die skurrilsten Gesetze im Ausland
USA: In Illinois empfiehlt es sich, wenigstens einen Dollar Bargeld bei sich zu führen. Ansonsten können Sie leicht wegen Landstreicherei verhaftet werden. © dpa
Die skurrilsten Gesetze im Ausland
USA: Im Sonnenstaat Florida (Sarasota) darf man kein Ständchen auf öffentlichen Plätzen singen, wenn man nur Badekleidung an hat. © dpa

Stattdessen soll sich die Polizei nun stärker auf schwere Verbrechen wie Mord, Bandenkriminalität, Vergewaltigung und Raub konzentrieren. Die Zahl dieser Delikte war in New York im vergangenen Jahr angestiegen.

Wiz Khalifa - Öffentliches Urinieren

afp

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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