Proteste im Iran

Wütende Iraner nutzen Twitter als Plattform

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Überall auf der Welt demonstrieren die Menschen gegen Irans Regierung: Über Twitter berichten die Iraner der Welt von der Lage im Land.

Längst haben sich die Proteste im Iran zur allgemeinen Regierungskritik ausgewachsen. Junge Demonstranten informieren via Twitter über die brenzlige Situation.

„Reza sieht sehr schlecht aus, aber sie werden wieder auf uns schießen, wenn wir versuchen, hier rauszukommen“, schreibt @Change_for_Iran. So nennt sich ein iranischer Student auf Twitter, der nach eigener Aussage in einem Wohnheim der Universität Teheran festsitzt. Und seine bisher letzte Nachricht: „Das Risiko müssen wir eingehen. Ich kann nichts mehr schreiben, bis ich wieder da bin. Noch einmal Danke für eure nette Unterstützung und wünscht uns Glück.“

Viele Oppositionelle nutzen derzeit Twitter als Kommunikationsmittel, weil die Regierung in Teheran alle Kanäle blockiert hat. Zu den Stichworten #IranElection und #Tehran werden jede Minute mehrere hundert Nachrichten und Bilder - teilweise mit der Warnung „ab 18“ - veröffentlicht. Für ein besseres Bild der Lage kann man mit einer genaueren Suche nur die Nachrichten anzeigen lassen, die im Umkreis von Teheran geschrieben werden.

Natürlich muss man die Behauptungen - wie immer bei Twitter - mit Vorsicht genießen. Doch wer die Nachrichten liest, kriegt einen Eindruck vom Wut der Bevölkerung und der Situation in dem Land, in dem seit der Wahl am Freitag blutige Gewallt herrscht. „Change_for_Iran“ hat Bilder aus der Uni hochgeladen. Einen Überblick zur aktuellen Lage gibt die Tagesschau. Dort beschreibt ein Journalist vor Ort, mit welchen Behinderungen er von Regierungsseite aus arbeiten muss - ein Grund mehr für die Iraner, sich über Twitter eine Stimme zu verschaffen.

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