Wohnungsmafia verkauft fremde Häuser

Bratislava - In der Slowakei ist eine organisierte Bande aufgeflogen, die fremde Häuser verkauft und in mehreren Fällen die Eigentümer ermordet hat.

Es werde gegen 36 Verdächtige ermittelt, 18 von ihnen seien festgenommen worden, teilten Generalstaatsanwaltschaft und Polizei am Mittwoch mit. Am Dienstag sei die Leiche eines 49 Jahre alten Mannes gefunden worden, den die “Wohnungsmafia“ in Bratislava umgebracht haben soll. Das Haus des Mannes sei mit Hilfe gefälschter Eigentumsdokumente verkauft worden, hieß es weiter. Die Ermittler erklärten, von 2006 bis 2008 habe die ursprünglich siebenköpfige Bande elf Häuser illegal verkauft.

Als Opfer habe sie sich allein stehende Hausbesitzer ausgesucht, die alt und krank waren oder länger im Ausland lebten. Unter den mutmaßlichen Tätern ist auch ein Polizist. Er soll die Opfer anhand eines Melderegisters ausgesucht haben. Die Täter fälschten persönliche Dokumente der tatsächlichen Hausbesitzer sowie Eigentumsnachweise der Gebäude. Bandenmitglieder verkauften die Immobilie den Ermittlern zufolge dann an einen Strohmann. Dieser veräußerte das Haus an ahnungslose Dritte weiter, bevor die Eigentümer oder ihre Angehörigen Verdacht schöpften, teilten die Ermittler weiter mit.

dpa

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