WM-Killer nach Madrid verlegt

Mutmaßlicher Doppelmörder aus Hannover wird von Mallorca nach Madrid verlegt und dort verhört. Seine Auslieferung steht bevor.

Berlin - Der mutmaßliche Doppelmörde, der nach einem Streit um WM-Titel zwei Menschen mit Kopfschüssen tötete und sich anschließend auf Mallorca stellte, ist nach Madrid verlegt worden.

Der Doppelmörder aus Hannover, der nach einem Fußball-Streit zwei Italiener erschossen hat, ist in ein Gefängnis in der spanischen Hauptstadt Madrid verlegt worden. Dies bestätigte am Freitag in Berlin ein Sprecher des Auswärtigen Amtes. Der 42-jährige Holger B. war am Montag nach der Tat nach Mallorca geflohen und hatte sich dort einen Tag später den spanischen Behörden gestellt. Er erschien in Begleitung eines Anwalts bei einem Untersuchungsrichter. Nach Angaben des niedersächsischen Landeskriminalamtes war in Madrid eine Anhörung des 42-Jährigen geplant, die auch bei einer vereinfachten Auslieferung auf Grundlage eines europäischen Haftbefehls erforderlich ist.

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Die Überstellung des mutmaßlichen Täters nach Deutschland sei weiter in der kommenden Woche vorgesehen, sagte ein LKA-Sprecher. Die Staatsanwaltschaft Hannover hatte gegen den Frührentner einen europäischen Haftbefehl wegen des Verdachts des zweifachen Mordes erwirkt. Er hatte am Montagmorgen in Hannover einen 47-jährigen Pizzabäcker und einen 49-jährigen Koch mit Kopfschüssen tödlich verletzt. LKA-Beamte würden den Frührentner voraussichtlich in Spanien abholen, sagte der Sprecher weiter. Verzögern könne sich die Rückkehr des 42-Jährigen nach Hannover noch, wenn dieser Widerspruch gegen seine Auslieferung einlege.

Der Frührentner hatte ein Geständnis abgelegt, als er sich dem Untersuchungsrichter stellte. Nach Berichten spanischer Medien gab der 42-Jährige vor dem Untersuchungsrichter auch an, sich wegen Trunkenheit nicht mehr an alle Details der Tat erinnern zu können. Auf Mallorca wurde er zunächst in der Krankenstation eines Gefängnisses untergebracht, weil er einen psychisch gestörten und depressiven Eindruck machte. Ein Sprecherin der Staatsanwaltschaft Hannover sagte, mit der psychischen Verfassung des Mannes werde man sich erst nach der Auslieferung befassen.

dapd

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