Winter in Europa: Verkehrschaos, Unfälle und Tote

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An zahlreichen Flughäfen, wie hier in Amsterdam, kam es zu Annullierungen oder Verspätungen.

Hamburg - Arktische Kälte und Schneeglätte sorgen in Europa  weiter für Chaos und Beeinträchtigungen im Nah- und Fernverkehr. Dutzende Menschen kamen durch witterungsbedingte Unfälle ums Leben oder starben an Unterkühlung.

Während Österreichs Medien über die ersten Kältetoten im Lande berichteten, gab es auf deutschen Autobahnen und wichtigen Verkehrsachsen erneut Rutschpartien und kilometerlange Staus. In den meisten Fällen verliefen sie jedoch glimpflich. Die Bahn sprach von bundesweiten Verspätungen und Zugausfällen durch Schnee und Kälte.

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Obwohl sich im Flugverkehr eine allmähliche Normalisierung der Lage abzeichnete, gab es erneut Annullierungen oder Verspätungen in Frankfurt, Düsseldorf, Paris, Madrid oder Amsterdam. Betroffen waren vor allem europaweite Flüge. Hunderte Reisende saßen fest und mussten oft notdürftig auf Feldbetten oder Koffern übernachten. Auf Deutschlands drittgrößtem Flughafen in Düsseldorf wurde der Flugverkehr wieder aufgenommen. Er war am Vortag fast zwölf Stunden gesperrt - bis zu 10 000 Menschen saßen dadurch fest.

Nach der Pannenserie im Tunnel unter dem Ärmelkanal wurden alle Fahrten des Hochgeschwindigkeitszugs Eurostar zwischen Frankreich und Großbritannien abgesagt. Tests hätten ergeben, dass der Schneeschutz der Triebwagen verbessert werden müsse, um die elektrischen Anlagen zu schützen, teilten die Betreiber in London mit. Schneebedingte Zugausfälle hatten schon am Wochenende die Reisepläne von 60 000 Menschen durchkreuzt. Auf anderen Strecken in Frankreich, aber auch Spanien fahren die Hochgeschwindigkeitszüge mit verminderter Kraft, weil der Fahrtwind wegen der Kälte zu Vereisungen führt.

In den USA haben die schwersten Winterstürme seit Jahren vor allem den Nordosten heimgesucht. In Bundesstaaten wie Virginia und Maryland ging nach 24-stündigem Schneefall zunächst nichts mehr. Tausende Autofahrer strandeten auf den Straßen und mussten von Rettungsmannschaften in Notunterkünfte gebracht werden, der Flugverkehr brach am Wochenende weitgehend zusammen. Für Washington, Virginia, West Virginia, Delaware, Philadelphia (Pennsylvania) und Boston (Massachusetts) wurde der Schneenotstand ausgerufen.

Freude dagegen bei Wintersportlern. Selbst in Deutschlands Norden - wo der Skilift Bungsberg auf Schleswig-Holsteins höchster Erhebung (168 Meter) den Betrieb aufnahm - hieß es “Ski und Rodel gut“.

dpa

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