Wilde Kamele terrorisieren Dorf

+
Kameleplage im Outback.

Sydney - Eine Herde von 6000 wilden Kamelen terrorisiert in Australien eine Dorfgemeinschaft. Minister Rob Knight schlug am Mittwoch im Parlament von Darwin im Norden des Landes Alarm.

Die 350 Einwohner von Docker River im Norden des Landes trauten sich nicht mehr vor der Tür, berichtete er. “Sie werden von 6000 wilden Kamelen belagert, die mitten im Dorf sind und die Infrastruktur zerstören - die Lage ist kritisch.“ Australien ist besser bekannt für seine zahlreichen Kängurus, doch leben im Innern des Landes auch mehr als eine Million Kamele. Sie vermehren sich rasant, die Herde verdoppelt sich alle sieben Jahre. Ihre Zahl droht außer Kontrolle zu geraten. Scharfschützen sind bereits mit Hubschraubern unterwegs, um die Herde zu dezimieren.

Die Regierung stellte dafür im Juli 14 Millionen australische Dollar (8,6 Millionen Euro) zur Verfügung. Auch in Docker River sollen die Kameljäger aus der Luft nun zum Einsatz kommen. Sie sollen die Tiere zuerst aus den Wohngebieten scheuchen und dann im Hinterland erschießen. Die ersten Kamele wurden vor 170 Jahren als Lasttiere nach Australien gebracht. Mit der Erfindung des Autos wurden sie überflüssig und freigelassen. Die australischen Kamele gelten als größte Herde der Welt.

dpa

Das könnte Sie auch interessieren

Tag der offenen Tür im Kindergarten Haendorf

Tag der offenen Tür im Kindergarten Haendorf

Erntefest im Kindergarten Scholen

Erntefest im Kindergarten Scholen

Miss Freimarkt 2004 - 2017

Miss Freimarkt 2004 - 2017

Miss Freimarkt 2004 - 2017

Miss Freimarkt 2004 - 2017

Meistgelesene Artikel

Großmutter und Polizisten getötet: 25-Jähriger vor Gericht

Großmutter und Polizisten getötet: 25-Jähriger vor Gericht

Todesangst im Ferienflieger: Airbus sackt 6000 Meter ab

Todesangst im Ferienflieger: Airbus sackt 6000 Meter ab

Menschenfressender Tiger in Indien getötet

Menschenfressender Tiger in Indien getötet

Verheerende Waldbrände in Portugal - mehr als 30 Tote

Verheerende Waldbrände in Portugal - mehr als 30 Tote

Kommentare