Wetterchaos im Mai: Sonne nicht in Sicht

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Aufräumarbeiten in Cannes.

Frankfurt/Main - Der Mai lässt in Sachen Wetter einiges zu wünschen übrig. Nichts ist geblieben von der Sonne im April. Die Prognosen der Meteorologen deuten alle in eine Richtung.

Das Sturmtief “Ulrike“ sorgt am Donnerstag bundesweit für Dauerregen und kräftigen Wind. “Der Schwerpunkt liegt in Thüringen und Sachsen, dort sind auch Unwetterwetterwarnungen möglich“, kündigte die Meteorologin Tanja Dressel vom Deutschen Wetterdienst am Mittwoch an.

Das Tief, das vom Mittelmeer Richtung Nordosten zieht, bringt in den Mittelgebirgen bis zu 50 Liter Regen. In Rheinland-Pfalz, Nordrhein-Westfalen und im Saarland werden bis zu 20 Liter Niederschlag erwartet. “Auch die Temperaturen sind mit acht bis 13 Grad nicht so berauschend“, sagte die Meteorologin.

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In den kommenden Tagen bleibt das Wetter wechselhaft. “Wunderschönes Sommerwetter und blauer Himmel sind in absehbarer Zeit nicht zu erwarten“, sagte Dressel. Nur im Südosten könne am Wochenende die 20-Grad-Marke geknackt werden.

Monsterwellen an der Cote d'Azur

Bis zu zehn Meter hohe Wellen haben in Nizza und Cannes Verwüstungen angerichtet. In Cannes wurden zahlreiche Restaurants schwer beschädigt und Parkplätze überschwemmt. Was aus den Filfestspielen in einer Woche werden soll, ist unklar.

In Nizza teilte die Stadt mit, sämtliche Einrichtungen am Strand seien weggespült worden. Die Strandpromenade ist teilweise gesperrt.

Wintereinbruch in Spanien

Das “Sonnenland“ Spanien hat im Mai einen Wintereinbruch erlebt. Die Berggebiete in den nordspanischen Regionen Asturien und Navarra waren am Dienstag eingeschneit.

Auf dem spanischen Festland sanken die Temperaturen um rund zehn Grad. In weiten Landesteilen erreichten die Höchstwerte kaum mehr als zehn Grad. Die kühle Witterung soll nach Angaben der Meteorologen noch bis Donnerstag anhalten.

Hochwasser auf Mallorca

Für die Ferieninsel Mallorca und andere Teile des Landes gaben die Behörden Unwetterwarnungen wegen Gewittern sowie heftiger Regen- und Hagelschauer. Auf Mallorca hatte ein Gewitter am Montag zahlreiche Straßen unter Wasser gesetzt und ein Verkehrschaos in der Inselhauptstadt Palma ausgelöst. Manche Straßen der Stadt standen nach Presseberichten fast einen Meter unter Wasser. Wohnungen, Geschäfte, Garagen und Gaststätten wurden überschwemmt. Mehrere Landstraßen wurden wegen Hochwassers oder Erdrutschen gesperrt. 

Aschewolke kommt nicht nach Mitteleuropa

Mitteleuropa und Deutschland bleiben von der Aschewolke des isländischen Vulkans verschont. Das sagte die Flugmeteorologin Sabine Bork vom Deutschen Wetterdienst in Offenbach am Mittwoch der Deutschen Presse-Agentur. “Deutschland und Mitteleuropa werden nach den neuesten Vorhersagen nicht betroffen sein“, sagte Bork. “Die Wolke wird sich auf die britischen Inseln beschränken, dann dreht der Wind auf nordöstliche Richtung, so dass die Wolke auf den Atlantik getrieben wird.“ Dass derzeit die britischen Inseln betroffen seien, liege an der Windrichtung aus Nordwest, bei der es aber nicht bleiben werde.

dpa/DAPD

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