Bibber-Wetter

Minus 3 Grad! Winter zurück in Deutschland

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Insbesondere im Norden gefror vielerorts der Boden.

Wiesbaden - Der Juni liegt schon zur Mitte des Monats mit einem Grad Celsius unter dem langjährigen Temperaturdurchschnitt. Und wärmer soll es auch in den kommenden Tagen nicht werden. Im Gegenteil.

Kurz bevor der Sommer kalendarisch (21. Juni) beginnt, zieht ein Hauch von Winter hinweg über Deutschland. Schafskälte nennen Meteorologen das Wetterphänomen, das momentan die Temperaturen in den Keller fallen und Bade- und Grillfans vor Schreck erschaudern lässt. Und es kommt noch schlimmer: Wer sich die Wetterprognosen für die kommenden Tage anschaut, der weiß: Es wird erst einmal kalt bleiben.

Der Boden gefror vielfach am Mittwochmorgen. Rund um Hamburg ging es stellenweise auf bis zu minus drei Grad Celsius runter. In Lübeck und Hannover wurden direkt über dem Erdboden bis zu minus zwei Grad Celsius gemessen. Selbst in Berlin zeigte das Thermometer am frühen Morgen Bodenfrost bei Werten um den Gefrierpunkt an. Während es in den letzten Tagen immerhin am Tag vielfach noch recht freundlich war, wird es Donnerstag, Freitag und Samstag sehr wechselhaft - fast schon wie im April. Immer wieder gibt es Schauer oder Regen. Die Höchstwerte erreichen nur noch ganz selten 20 Grad. Mit Sommer hat das ganze nicht mehr viel zu tun. In München war's milder, aber auch dort lagen die Temperaturen etwa am Mittwochvormittag unter 10 Grad - da brauchte es teils schon eine Winterjacke.

Ist der Sommer schon vorbei, bevor er überhaupt beginnt?

„In Sachen Bodenfrost dürfte damit das schlimmste in dieser Woche durch sein. Doch beim Wetter gibt es leider durchaus noch Potenzial nach unten, und genau das wird ab Donnerstag voll ausgeschöpft", sagt Diplom-Meteorologe Dominik Jung vom Wetterportal wetter.net. Und der Wetterexperte prognostiziert: "Auch der kalendarische Sommerstart am kommenden Sonntag wird wohl eher wechselhaft ausfallen." Ist der Sommer damit schon vorbei, bevor er überhaupt anfängt?

Die Hälfte des Monats ist bereits rum. Und schon jetzt ist der Juni ein Grad kälter als der langjährige Durchschnitt. Bei den zahlreichen Tagen mit Bodenfrost wundert das kaum. Und eine Rückkehr zu hochsommerlichen Temperaturen ist derzeit nicht in Sicht: "Die Temperaturen bleiben mindestens weitere 7 Tage deutlich unter der 30-Grad-Marke", so Meteorologe Jung.

Einziger Wermutstropfen des schlechten Wetters aus Sicht der Landwirtschaft wird der weit verbreitete Landregen sein. Jung sagt: "Das Leid aller Bade- und Grillfans wäre die Freude der Landwirte und Hobbygärtner“.

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