350 000 Westafrikaner von Flut betroffen

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Burkina Faso erlebt die schwersten Regenfälle seit 90 Jahren.

Nairobi/Accra - Die Zahl der Hochwasseropfer in West- und Zentralafrika steigt weiter.

Laut UN-Angaben sind bereits 350 000 Menschen von den Fluten betroffen und mussten ihre Häuser verlassen. Allein in Ghana und Burkina Faso starben den Angaben zufolge mindestens 30 Menschen.

Da viele der überfluteten Gebiete nur schlecht erreichbar sind, weil auch Straßen und Brücken zerstört wurden, dürfte die tatsächliche Zahl der Toten sogar noch höher sein. Das Rote Kreuz hatte bereits vor Tagen in einem Dringlichkeitsappell um Spenden gebeten, um die Flutopfer in derzeit 16 afrikanischen Ländern zu versorgen.

Allein im zentralafrikanischen Burkina Faso sind 150 000 Menschen obdachlos, etwa 100 000 haben in der Hauptstadt Ouaggadougou Zuflucht gesucht. An einem einzigen Tag wurde bei den schwersten Regenfällen seit 90 Jahren etwa 25 Prozent des jährlichen Niederschlagsdurchschnitts verzeichnet.

Selbst in der Wüstenstadt Agadez prasselte einer der schlimmsten Regenfälle seit Jahren vom Himmel. Da wie in vielen Städten der Sahelzone die meisten Häuser in traditioneller Lehmbauweise errichtet sind, richtete der Regen auch dort große Schaden an und zerstörte zahlreiche Häuser.

dpa

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