Welthit "Down Under" abgekupfert - Mini-Strafe

Sydney - Mit geklauter Flötenmelodie hat der Hit “Down Under“ 1982 weltweit die Hitparaden gestürmt und die Band "Men at Work" berühmt gemacht. Für ihr Plagiat müssen die Musiker aber nur eine Mini-Strafe zahlen.

Die australische Rockband “Men at Work“, die damit weltberühmt wurde, kommt aber mit einer leichten Strafe davon. Nur fünf Prozent der Tantiemen stehen dem Inhaber des Copyrights zu, ordnete ein Richter am Dienstag in Sydney an, und das auch nur seit 2002. Larrikin Music hatte 60 Prozent gefordert. Branchenkenner schätzten die Summe auf einen sechsstelligen Betrag in australischen Dollar - das wären höchstens 673 000 Euro.

Die Musikindustrie hatte den Fall aufmerksam verfolgt. “Men at Work“ hatte mit dem Ohrwurm Millionen verdient. Die Fluggesellschaft Qantas nutzte ihn zeitweise und er wurde bei der Schlussveranstaltung der Olympischen Spiele 2000 in Sydney gespielt.

Die Flötenmelodie stammt aus einem der beliebtesten australischen Kinderlieder, dem Kookaburra-Song aus dem Jahr 1934. Larrikin hatte unter anderem EMI sowie die Songwriter Colin Hay und Ron Strykert verklagt und bekam im Februar dieses Jahres zwar Recht. Einen Reibach gestand der Richter der Firma aber nicht zu. “Meiner Meinung nach gehen die Zahlen, die Larrikin vorgelegt hat, zu weit, sind maßlos übertrieben und unrealistisch“, sagte Richter Peter Jacobson.

dpa

Rubriklistenbild: © dpa

Das könnte Sie auch interessieren

Grusellabyrinth und Horror-Fest: Halloween in Deutschland

Grusellabyrinth und Horror-Fest: Halloween in Deutschland

Wie werde ich Winzer/in?

Wie werde ich Winzer/in?

Zu Tisch! - Große Tafeln brauchen Raum zum Wirken

Zu Tisch! - Große Tafeln brauchen Raum zum Wirken

Herbstmarkt in der Syker Innenstadt

Herbstmarkt in der Syker Innenstadt

Meistgelesene Artikel

Großmutter und Polizisten getötet: 25-Jähriger vor Gericht

Großmutter und Polizisten getötet: 25-Jähriger vor Gericht

Verheerende Waldbrände in Portugal - mehr als 30 Tote

Verheerende Waldbrände in Portugal - mehr als 30 Tote

Ex-Hurrikan „Ophelia“: Drei Todesopfer - Sturm zieht weiter nach Schottland

Ex-Hurrikan „Ophelia“: Drei Todesopfer - Sturm zieht weiter nach Schottland

Menschenfressender Tiger in Indien getötet

Menschenfressender Tiger in Indien getötet

Kommentare