Treffen in Nairobi

Welt-Artenschutzkonferenz entscheidet über 500 Tierarten

Die Eröffnung der Artenschutzkonferenz wird von Demonstrationen begleitet. Foto: Kim Ludbrook
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Die Eröffnung der Artenschutzkonferenz wird von Demonstrationen begleitet.
Eröffnungszeremonie in Johannesburg: Mit Vertretern von 183 Ländern hat die 17. Welt-Artenschutzkonferenz (Conference of the Parties to Cites, CoP17) begonnen. Foto: Kim Ludbrook
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Eröffnungszeremonie in Johannesburg: Mit Vertretern von 183 Ländern hat die 17. Welt-Artenschutzkonferenz (Conference of the Parties to Cites, CoP17) begonnen.
Die Artenschutzkonferenz will den Handel mit Tieren und Pflanzen weiter einschränken. Foto: Kim Ludbrook
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Die Artenschutzkonferenz will den Handel mit Tieren und Pflanzen weiter einschränken. 
1979 gab es in Afrika noch etwa 1,3 Millionen Elefanten. Heute sind es dem jüngsten Zensus zufolge nur noch rund 352 000 in 18 afrikanischen Staaten. Foto: Stephen Morrison
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1979 gab es in Afrika noch etwa 1,3 Millionen Elefanten. Heute sind es dem jüngsten Zensus zufolge nur noch rund 352 000 in 18 afrikanischen Staaten. 
Auch Nashörner sind wegen ihrer Elfenbein-Hörner massiv bedroht. Foto: Achim Scheidemann
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Auch Nashörner sind wegen ihrer Elfenbein-Hörner massiv bedroht. 
"Gezüchtet für Gewehrkugeln" steht (frei übersetzt) über dem Bild eines Löwenbabys auf einem Protestplakat. Foto: Kim Ludbrook
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"Gezüchtet für Gewehrkugeln" steht (frei übersetzt) über dem Bild eines Löwenbabys auf einem Protestplakat. 
Demonstranten fordern in Johannesburg das Ende der Jagd auf Löwen und Nashörner. Foto: Kim Ludbrook
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Demonstranten fordern in Johannesburg das Ende der Jagd auf Löwen und Nashörner. 

Johannesburg - 183 Länder entscheiden über rund 500 Tierarten. In Südafrika diskutieren Vertreter aus aller Welt etwa über Nashörner, Papageien und Haie. Umstritten ist der Handel mit Elfenbein.

Mit Vertretern von 183 Ländern hat am Samstag in Südafrika die 17. Welt-Artenschutzkonferenz begonnen. Die mehr als 2500 Teilnehmer wollen in Johannesburg im Rahmen des Washingtoner Artenschutzabkommens (Cites) neue Regeln für den weltweiten Handel mit gefährdeten Tieren und Pflanzen aufstellen. Ein Schwerpunkt des zwölftägigen Treffens liegt auf afrikanischen Tierarten, darunter Elefanten, Nashörner, Löwen und Schuppentiere. Auch Regeln zum Umgang mit Tropenhölzern wie Palisander stehen auf dem Programm. Derzeit ist der Handel von etwa 5600 Tier- und 30 000 Pflanzenarten durch Cites-Richtlinien reguliert.

Insbesondere die Diskussion zum Umgang mit Elfenbein könnte hitzig werden. Der internationale Handel damit ist allgemein verboten. Doch Simbabwe und Namibia möchten ihre Lagerbestände an Elfenbein verkaufen. Zahlreiche afrikanische Länder und auch andere Staaten wie Deutschland haben sich gegen diesen Verkauf ausgesprochen.

„Deutschland ist zwar kein nennenswertes Zielland für geschmuggeltes Elfenbein oder Nashornhorn und liegt fernab der Schauplätze blutiger Tragödien“, sagte Bundesumweltministerin Barbara Hendricks bei der Eröffnung der Konferenz. „Dennoch ist die Bekämpfung dieser Artenschutzkrise zu einem Schwerpunkt der internationalen deutschen Umwelt- und Entwicklungspolitik geworden.“

Zwischen 2007 und 2014 rund 144.000 Afrikanische Elefanten getötet

Nach dem jüngsten Elefanten-Zensus leben in 18 afrikanischen Ländern nur noch etwa 352.000 Elefanten. Wilderei und der Verlust des Lebensraumes haben zwischen 2007 und 2014 rund 144.000 Afrikanische Elefanten das Leben gekostet. Ein großes Problem bei der Strafverfolgung ist bislang die Bestimmung der Herkunft von Elfenbein. Per Augenschein lässt sich nicht bestimmen, ob es sich um antikes oder neues Elfenbein handelt. Eine DNA-Datenbank könnte dies erleichtern.

Zudem soll bei der Konferenz der Handel mit Schuppentieren (Manidae) reguliert werden, die in Afrika und Asien leben. Das Fleisch dieser bizarr aussehenden Tiere gilt in einigen asiatischen Ländern als Delikatesse. Auch der Schutz von Haien und Rochen soll verstärkt werden.

Jährlich werden nach Angaben der Naturschutzorganisation Pro Wildlife Wildtiere und Pflanzen im Wert von schätzungsweise 290 Milliarden Euro illegal gehandelt. Der globale Handel und die Kommunikation hätten sich immens verändert, sagte Hendricks in Südafrika. „Das Internet ist heute das wichtigste Medium für legale Händler und Artenschützer, aber auch für die Gegenseite, für Wilderer und Schmuggler.“

dpa

Elefanten-Zensus

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