Weiter Suche nach Erdbeben-Opfern - neues Beben in Südsee

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Auf Sumatra sind 1100 Menschen gestorben. Die Suche nach weiteren Erdbeben-Opfern geht weiter.

Jakarta - Nach dem schweren Erdbeben in Sumatra geht die Suche nach Überlebenden weiter. In der Großstadt Padang suchen die Helfer mit Baggern und teils mit bloßen Händen in den Trümmern.

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Das Fernsehen zeigt immer wieder erfolgreiche Rettungsaktionen. Wie viele Menschen noch verschüttet sind, war auch am Freitag völlig unklar. Die Vereinten Nationen schätzten die Opferzahl auf mindestens 1100. Unterdessen wurde Tonga tausende Kilometer weiter westlich erneut von einem Erdbeben erschüttert. In der Nähe hatte am Dienstag ein Beben der Stärke 8,3 einen Tsunami ausgelöst, der wahrscheinlich mehr als 150 Menschenleben forderte, die meisten auf Samoa.

Auf Sumatra war die Lage außerhalb von Großstadt Padang am Freitag noch völlig unübersichtlich. Es war schwierig, in die entlegeneren Teile des Erdbebengebiets vorzudringen, weil viele Straßen von Erdrutschen verschüttet wurden. Auch von der Insel Mentawai, die nahe dem Epizentrum des 7,6-Bebens am Mittwochabend liegt, gab es zunächst keine Informationen. “Wir brauchen dringend mehr Maschinen, weil immer noch viele Leute unter den Trümmern eingeklemmt sind“, sagte Zul Ariman, Chef der Suchtrupps in der betroffenen Region West Sumatra. “Wir haben nur eine begrenzte Zahl, und diese Maschinen von einem zum anderen Ort zu bringen, ist auch nicht einfach.“

In Padang hat es am Donnerstag zudem heftig geregnet. Aus Angst vor weiteren Nachbeben haben tausende Menschen die zweite Nacht in Folge im Freien verbracht. Sie bauten sich mit Plastikplanen und Zelten notdürftige Unterstände. Viele kampierten auch im Flughafengebäude. Die Stromversorgung war in weiten Teilen von Padang noch nicht wieder hergestellt. In Turnhallen mehrten sich die gelben Leichensäcke mit den geborgenen Opfern. Unter dem eingestürzten fünfstöckigen Ambacang-Hotel wurden Dutzende Verschüttete vermutet. Das Hotel hatte regelmäßig viele ausländische Gäste. Ob Touristen unter den Todesopfern sind, wusste am Freitag noch niemand.

dpa

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