Notstand

Weiter extreme Hitze im Westen der USA

Waldbrände in Kalifornien
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Flammen des "Sugar Fire" schlagen aus einem Wohnhaus.

Extrem hohe Temperaturen machen den Menschen in westlichen US-Bundesstaaten zu schaffen, dazu kommen Waldbrände. Noch ist die Hitzewelle nicht vorbei.

Los Angeles - Die Menschen im Westen der USA leiden weiterhin unter extremer Hitze und Waldbränden. Der Nationale Wetterdienst rechnete auch am Montag mit Temperaturen nahe den Rekordwerten, wie die Behörde mitteilte.

Für das kalifornische Death Valley, das für seine unglaubliche Hitze berüchtigt ist, wurden 52,8 Grad Celsius vorhergesagt - nach 53,3 Grad am Sonntag. Dort gilt bis Dienstag eine Hitzewarnung.

In Las Vegas im Bundesstaat Nevada wurden für Montag 45 Grad vorhergesagt - zwei Grad weniger als noch am Samstag. Am Sonntagabend war es in der inmitten der Wüste gelegenen Glücksspielmetropole zu ungewöhnlich starken Niederschlägen gekommen. Der Regen sei der schwerste gewesen, der je an einem 11. Juli in Las Vegas gemessen worden sei, schrieb der Wetterdienst auf Twitter.

Wegen der hohen Temperaturen hatte der Wetterdienst zum Wochenende für mehr als 30 Millionen Menschen in westlichen US-Bundesstaaten Warnungen ausgesprochen. Extrem heiß wurde es auch in den Bundesstaaten Utah und Arizona.

Der Westen der USA hat nicht nur mit enormer Hitze, sondern auch mit Waldbränden zu kämpfen. Besonders in den Bundesstaaten Oregon und Kalifornien breiteten sich Brände aus. Das sogenannte Bootleg-Feuer in Oregon beeinträchtigte auch Energielieferungen nach Kalifornien.

Kaliforniens Gouverneur Gavin Newsom hatte bereits Ende vergangener Woche wegen der Auswirkungen des Feuers auf die Energieversorgung und wegen der extremen Hitze den Notstand verhängt. Zuvor hatte er die Einwohner des bevölkerungsreichsten US-Bundesstaates zum Strom- und Wassersparen aufgerufen. Am Wochenende meldeten die Notaufnahmen im Westen der USA nach Angaben der „Washington Post“ wieder einen Anstieg von hitzebedingten Erkrankungen und Todesfällen.

Erst zu Monatsbeginn hatte eine Hitzewelle den Nordwesten der USA und das westliche Kanada mit Temperaturen bis knapp 50 Grad erfasst. Die Hitze hatte zu zahlreichen Todesfällen beigetragen. In der kanadischen Gemeinde Lytton rund 260 Kilometer nordöstlich von Vancouver waren 49,6 Grad gemessen worden - zuvor hatte der Rekord in Kanada bei 45 Grad gelegen. Wenige Tage danach war die Ortschaft in einem Flammeninferno fast vollständig zerstört worden.

Der vergangene Monat war nach Angaben der US-Klimabehörde NOAA mit einer Durchschnittstemperatur von 22,6 Grad Celsius der landesweit heißeste Juni seit Beginn entsprechender Aufzeichnungen vor 127 Jahren. Acht Bundesstaaten - darunter auch Kalifornien, Arizona, Nevada und Utah, die an diesem Wochenende wieder von der Hitzewelle betroffenen waren - erlebten demnach ebenfalls ihren heißesten Juni. dpa

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