Wegen angeblichen Reichtums den Sohn verloren

Kairo - Weil er mit der Entschädigung für seinen getöteten Sohn in seinem Dorf Gutes tat, glaubten vier Männer, er sei reich. Sie begingen eine grausame Tat und stürzten den Vater noch tiefer ins Unglück.

Sie hielten ihren Nachbarn für reich und töteten sein Kind, als er kein Lösegeld zahlte. Dafür wurden vier Ägypter nun zum Tod durch den Strang verurteilt. Die Grausamkeit der Tat habe selbst den Richter schockiert, berichtete die Kairoer Tageszeitung “Al-Masry al-Yom“ am Freitag. Für reich war der Mann wegen einer Entschädigungszahlung für den Tod seines ältesten Sohnes gehalten worden. Der Vater arbeitet als kleiner Beamter bei der staatlichen Telefongesellschaft.

Sein Ältester war 2006 umgekommen, als die Fähre “Salam Boccaccio“ 2006 im Roten Meer versank und mehr als tausend Menschen in den Tod riss. Mit der Entschädigungszahlung hatte der Mann in seinem Dorf in der Provinz Scharkija eine kleine Moschee und ein Waisenhaus bauen lassen. Außerdem ließ er die Dorfstraße asphaltieren.

Seine Nachbarn gingen deshalb davon aus, der Mann sei reich, hieß es in der “Al-Masry al-Yom“. Sie entführten seinen Sohn und forderten 200 000 ägyptische Pfund (rund 36 500 Euro). Als der Vater die Summe nicht aufbringen konnte, töteten die Entführer das Kind.

dpa

Das könnte Sie auch interessieren

Familienurlaub in Grächen: Abfahrt mit dem Weltmeister

Familienurlaub in Grächen: Abfahrt mit dem Weltmeister

Bayern-Fest bei Heynckes' Europa-Comeback - 3:0 gegen Celtic

Bayern-Fest bei Heynckes' Europa-Comeback - 3:0 gegen Celtic

Werder auf dem Freimarkt

Werder auf dem Freimarkt

NRW: 700 Polizisten stürmen Hells-Angels-Wohnungen

NRW: 700 Polizisten stürmen Hells-Angels-Wohnungen

Meistgelesene Artikel

Experten angespannt: Asteroid raste auf Erde zu - und verfehlte sie nur knapp

Experten angespannt: Asteroid raste auf Erde zu - und verfehlte sie nur knapp

Pechvogel-Frau landet einen viralen Hit mit dem Versuch, ihr Handy zu retten

Pechvogel-Frau landet einen viralen Hit mit dem Versuch, ihr Handy zu retten

Zu Fuß von Hamburg nach Shanghai: Extremsportler bricht sich beide Füße

Zu Fuß von Hamburg nach Shanghai: Extremsportler bricht sich beide Füße

Gericht: Strafbefehle müssen in Sprache des Empfängers übersetzt werden

Gericht: Strafbefehle müssen in Sprache des Empfängers übersetzt werden

Kommentare