WMO zu Wetterkatastrophen

Wenn das Wetter zur tödlichen Gefahr wird

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Ein Blitz erhellt im April während eines Gewitters den Nachthimmel über Kairo. Foto: Nariman El-Mofty

Die Katastrophen der Vergangenheit sollen helfen, schlimme Folgen von Wettergewalten in Zukunft besser zu verhindern. Aus diesem Grund haben Wetterexperten im Detail erfasst, bei welchen Ereignissen besonders viele Menschen ums Leben kamen.

Genf (dpa) - Was waren die tödlichsten Wetterkatastrophen? Die Weltwetterorganisation (WMO) hat ihre Archive durchforstet und solche Ereignisse nun offiziell registriert, wie sie berichtete. Bei dem tödlichsten je registrierten Hagelsturm kamen demnach 1988 in Indien 246 Menschen ums Leben.

Die Menschen seien von Hagelkörnern so groß wie Apfelsinen erschlagen worden. Der weltweit fatalste Blitzschlag mit 21 Toten habe sich 1975 im heutigen Simbabwe ereignet. 

Bisher hielt die WMO vor allem Temperatur- und Wetterrekorde fest. Sie listet in ihrem neuen Bericht drei weitere Wetterphänomene mit den höchsten Opferzahlen auf: Bei einem Zyklon starben nie so viele Menschen wie 1970 in Bangladesch, damals Ostpakistan: 300.000 kamen durch den "Great Bhola"-Zyklon um. Zyklone werden die tropischen Wirbelstürme im Indischen Ozean und im südlichen Pazifischen Ozean genannt. Der tödlichste Tornado passierte 1989 ebenfalls in Bangladesch: Er schlug im Distrikt Manikganj eine 1,5 Kilometer breite Schneise der Verwüstung und riss 1300 Menschen in den Tod.

Der Blitzschlag mit den höchsten indirekten Opferzahlen wurde 1994 in Ägypten erfasst. Dort kamen 469 Menschen um. Bei einem schweren Unwetter mit Überschwemmungen setzte ein Blitzeinschlag drei Tanks mit Flugbenzin und Diesel in Brand. Die Tanks hatten auf Schienen gestanden, die durch eine Flutwelle fortgerissen wurden. Die Wassermassen spülten das brennende Benzin in ein Dorf.

"Der Verlust an Leben darf nie aus den Augen verloren werden", sagte WMO-Generalsekretär Petteri Taalas. Ziel sei, aus den Katastrophen mit einer hohen Zahl von Toten zu lernen, um ähnliche Desaster in Zukunft besser verhindern zu können.

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