Waldbrände im sonst regnerischen Schottland

London - Ein ungewöhnlich trockener und warmer April hat zu schweren Waldbränden im ansonsten regnerischen Norden der britischen Inseln geführt. Zwei Wanderer mussten aus den Flammen gerettet werden.

Während Feuerwehrleute am Dienstag versuchten, die Flammen unter Kontrolle zu bringen, sagten die Meteorologen auch für den Mittwoch kaum Chancen auf Regen voraus.

In Schottland mussten drei Anwesen evakuiert werden, weil die Bewohner sonst von dem Feuer bedroht gewesen wären. Die Feuerwehr wollte Hubschrauber einsetzen, um die Flammen zu bekämpfen. Bereits am Sonntag musste ein Rettungshubschrauber zwei Wanderer in den schottischen Highlands aus den Flammen holen. Neben Schottland waren auch Regionen in Nordirland und im Norden Englands betroffen.

In Nordirland, wo bereits mehrere hundert Hektar Wald und Weideland durch die Flammen zerstört wurden, bestehe der Verdacht auf Brandstiftung, teilte die Polizei mit. Ein Mann sei mit einer Ölkanne in der Nähe eines Feuerherdes beobachtet worden. An anderen Stellen hätten Augenzeugen zündelnde Jugendliche gesehen.

Nach Angaben des Wetterdienstes MeteoGroup war es der heißeste April in der Geschichte der Wetteraufzeichnungen in Großbritannien. In Schottland, Nordirland und Nordengland fielen nur zwei Drittel der normalerweise üblichen Niederschläge.

dpa

Rubriklistenbild: © dpa (Symbolbild)

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