Waldbrände in Colorado: Feuerwehr machtlos 

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Ungezählte Häuser wurden ein Raub der Flammen

Colorado Springs - Bislang scheinbar erfolglos kämpfen die Feuerwehrleute gegen die heftigen Waldbrände in den Rocky Mountains.

Mehr als 30.000 Menschen mussten in Colorado Springs bereits ihre Häuser verlassen, um sich vor den Flammen in Sicherheit zu bringen. Soldaten unterstützten die Feuerwehrleute, um die traditionsreiche Air-Force-Academy zu retten. Doch wechselnde Winde machten die Bemühungen der Feuerwehrleute immer wieder zunichte. Das Feuer „bleibt nicht am selben Ort“, sagte der Feuerwehr-Einsatzleiter Rich Harvey. Am Donnerstag betrug die von dem Feuer im Waldo Canyon betroffene Fläche über 75 Quadratkilometer.

Zehntausende Menschen haben auf der Flucht vor dem Feuer bei Freunden und Verwandten, in Hotels oder Notunterkünften Unterschlupf gefunden. Welche Ausmaße die Zerstörungen inzwischen angenommen haben, blieb aber weiter unklar. Die Flammen waren so intensiv und der Rauch so dick, dass die Rettungskräfte nicht erkennen konnten, welche Häuser abgebrannt waren und welche verschont geblieben sind. Ein Sprecher des Bürgermeisters Steve Bach erklärte jedoch, Dutzende Häuser seien bereits ein Opfer der Flammen geworden.

Obama plant reist in die Katastrophenregion

US-Präsident Barack Obama will sich angesichts der verheerenden Waldbrände persönlich ein Bild von der Lage machen. Nach Angaben des Weißen Hauses ist für Freitag eine Reise in den Staat Colorado geplant. Er gilt als einer der Staaten, in denen die Präsidentschaftswahl im November entschieden werden könnte. Der Gouverneur des Staates, John Hickenlooper, sagte, er erwarte, dass der Präsident möglicherweise eine Katastrophendeklaration unterzeichnen werde, die den Weg frei für mehr Hilfe aus Washington macht.

„Es ist nicht windig heute Morgen. Das ist immer ein gutes Zeichen“, sagte Rob Dyerberg, Sprecher der Feuerwehr, am Donnerstag. Tom Harbour, Direktor für die Verwaltung der Feuerbekämpfungskapazitäten und des Flugzeugeinsatzes der US-Forstbehörde sagte, es gebe im Westen der USA inzwischen ein Wettrennen, um die Feuerwehrkräfte und die Flugzeuge. Auch in Utah, Wyoming und Montana herrscht extreme Brandgefahr und teilweise sind bereits Feuer ausgebrochen.

Allerdings seien die Ressourcen zur Brandbekämpfung noch lange nicht ausgeschöpft, sagte Harbour. „Mit mehr als 10.000 Feuerwehrleuten im Dienst der Forstbehörde und der Möglichkeit über 700 Flugzeuge aller Art zu mobilisieren, sind wir beim Blick auf die gesamte Saison vorsichtig optimistisch“, sagte er.

dapd

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