Wahl des neuen UNESCO-Chefs wird zum Nervenkrieg

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Der ägyptische Kulturminister Faruk Husni bei seinem Eintreffen in der UNESCO-Zentrale in Paris ein.

Paris - Auch nach drei Wahlgängen hat sich die UNESCO noch nicht auf einen neuen Generalsekretär einigen können.

Keiner der verbliebenen Kandidaten konnte am Samstag die notwendige Mehrheit der 58 Mitglieder im Exekutivrat hinter sich bringen, wie die in Paris ansässige UN-Organisation für Bildung, Wissenschaft und Kultur auf ihrer Website bekanntgab. Eine vierte Abstimmungsrunde wurde für kommenden Montag um 18.30 Uhr MESZ angesetzt. Für eine erfolgreiche Wahl sind mindestens 30 Stimmen erforderlich.

Als Favorit für die Nachfolge des scheidenden UNESCO-Generalsekretärs Koichiro Matsuura gilt weiterhin der ägyptische Kulturminister Faruk Husni. Er ist wegen antisemitischer Äußerungen allerdings auch der umstrittenste Bewerber. Ferner wird ihm angekreidet, dass er in seinem Heimatland für die Zensur von Publikationen verantwortlich ist.

Die prominenteste europäische Kandidatin ist die österreichische EU-Außenkommissarin Benito Ferrero-Waldner. Des weiteren bewerben sich noch die frühere bulgarische Außenministerin Irina Bokowa und die Politikerin und Diplomatin Ivonne Baki aus Ecuador.

AP

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