Dämpfe enthalten Salzsäure

Vulkan Kilauea bringt Hawaii durch giftiges Gas neue Gefahr

Der Kilauea Vulkan auf Hawaii gibt keine Ruhe. Ein Soldat der US Air Force neben einer Wand aus Lava. Seit Anfang Mai speit er auf Big Island in Hawaii Lava aus dem Krater und aus Erdspalten. Foto: Jae C. Hong/AP
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Der Kilauea Vulkan auf Hawaii gibt keine Ruhe. Ein Soldat der US Air Force neben einer Wand aus Lava. Seit Anfang Mai speit er auf Big Island in Hawaii Lava aus dem Krater und aus Erdspalten. Foto: Jae C. Hong/AP
Nicht ohne Risiko: Menschen fotografieren aufsteigenden Dampf, während in der Nähe von Pahoa heiße Lava in den Ozean fließt. Foto: Jae C. Hong/AP
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Nicht ohne Risiko: Menschen fotografieren aufsteigenden Dampf, während in der Nähe von Pahoa heiße Lava in den Ozean fließt. Foto: Jae C. Hong/AP
Lava fließt in den Ozean vor Hawaii und setzt dabei giftige Gase frei. Foto: Jae C. Hong/AP
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Lava fließt in den Ozean vor Hawaii und setzt dabei giftige Gase frei. Foto: Jae C. Hong/AP
Flüssige Lava fließt über eine Straße bei Pahoa auf Hawaii. Foto: Marco Garcia, AP
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Flüssige Lava fließt über eine Straße bei Pahoa auf Hawaii. Foto: Marco Garcia, AP
Die Blumen auf dieser Straße sollen die hawaiianische Vulkan-Göttin Pele besänftigen, während im Hintergrund Gase aus einer Erdspalte aufsteigen. Foto: Jae C. Hong/AP
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Die Blumen auf dieser Straße sollen die hawaiianische Vulkan-Göttin Pele besänftigen, während im Hintergrund Gase aus einer Erdspalte aufsteigen. Foto: Jae C. Hong/AP
Dies ist kein Sonnenuntergang: Die Wolken über Hawaii werden durch Lavaströme des Kilauea Vulkans rot gefärbt. Foto: Caleb Jones/AP
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Dies ist kein Sonnenuntergang: Die Wolken über Hawaii werden durch Lavaströme des Kilauea Vulkans rot gefärbt. Foto: Caleb Jones/AP
Dieses von U.S. Geological Survey zur Verfügung gestellte Bild zeigt den Ascheregen nach dem Ausbruch des Kilauea. Foto: U.S. Geological Survey/HVO/AP
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Dieses von U.S. Geological Survey zur Verfügung gestellte Bild zeigt den Ascheregen nach dem Ausbruch des Kilauea. Foto: U.S. Geological Survey/HVO/AP
Aus sicherer Entfernung: Menschen sitzen in einem parkenden Auto am Straßenrand und betrachten den Ausbruch. Foto: Marco Garcia/AP
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Aus sicherer Entfernung: Menschen sitzen in einem parkenden Auto am Straßenrand und betrachten den Ausbruch. Foto: Marco Garcia/AP

Lava, Vulkanasche, Rauch - als ob das noch nicht genug wäre. Nun droht den Bewohnern von Hawaii eine weitere Gefahr durch giftige Dampfwolken. Sie enthalten unter anderem Salzsäure.

Honolulu/Jakarta (dpa) - Lava aus dem Vulkan Kilauea fließt auf Hawaii in den Pazifik. Die Zivilschutzbehörde des US-Bundesstaats warnte am Wochenende vor giftigem Gas, das beim Aufeinandertreffen von Lava und Meerwasser entstehe.

Der seit mehreren Wochen Feuer speiende Vulkan zerstörte schon Dutzende Gebäude, am Samstag wurde auch ein Mensch verletzt.

Am anderen Ende des pazifischen Feuerrings, auf der indonesischen Insel Java, regte sich ebenfalls ein Vulkan. Der Mount Merapi spie am Montag eine Aschewolke mehr als einen Kilometer hoch in die Luft, wie die Behörden mitteilten. Nach seinem Ausbruch zehn Tage zuvor waren bereits Hunderte Menschen aus der Umgebung geflüchtet. 2010 hatte ein Ausbruch des Merapi 300 Menschen das Leben gekostet.

Die Behörden auf Hawaii riefen dazu auf, sich von den aufsteigenden Dampf- und Gaswolken fernzuhalten. Die "Laze" genannten Wolken enthalten salzsäurehaltige Dämpfe und kleine Glaspartikel. Diese bilden sich, wenn die heiße Lava auf das salzhaltige Meerwasser trifft. Die Bezeichnung "Laze" setzt sich aus dem Wort Lava und einem englischen Begriff für Dunst (haze) zusammen. "Gesundheitsrisiken von Laze sind unter anderem Reizung der Lungen, Augen und Haut", warnte die Zivilschutzbehörde.

Es gibt derzeit keine Anzeichen, dass sich der Kilauea wieder beruhigt. Lava aus mehreren Spalten blockierte auf ihrem Weg zum Meer einen wichtigen Highway. Auf Fernsehbildern war eine sechs Meter hohe Wand aus erkaltender Lava zu sehen, die sich über die Straße schob. Damit ist eine wichtige Fluchtroute für die Bewohner der vom Ausbruch besonders betroffenen Siedlung Puna auf Big Island, der größten Insel des Archipels, blockiert.

Am Samstag wurde der erste Verletzte gemeldet. Ein Mann wurde auf seinem Balkon im dritten Stock von einem durch die Luft geschleuderten Lavabrocken schwer verletzt. Die Lava habe den Mann am Schienbein getroffen und das Bein zertrümmert. Er sei mit schweren Verletzungen ins Krankenhaus gebracht worden, meldete Hawaii News Now unter Berufung den Bezirk Hawaii County.

Das Unglück ereignete sich in der vom Ausbruch des Vulkans Kilauea stark betroffenen Ortschaft Pahoa. Die Behörden machten keine Angaben, wie weit das Haus von den Lavaströmen entfernt war.

Seit Anfang Mai speit der Kilauea Lava aus dem Krater und aus Erdspalten. Mehr als 20 neue Erdspalten haben sich seitdem gebildet. Auf der Inselgruppe Hawaii liegen mehrere Vulkane, der Kilauea ist einer der aktivsten der Welt. Nach Angaben der Vulkanologen nahmen die Aktivität des Vulkans in den vergangenen Tagen weiter zu. Auch die Konzentration an Schwefeldioxid habe sich erhöht.

Die Behörden warnten die Bevölkerung, Vulkanspalten und austretende Lava zu meiden, und bei Ascheregen im Haus zu bleiben. Obwohl mehr als 2000 Menschen ihre Häuser verlassen mussten, ging das Leben auf dem Rest der Insel weiter: Die Flughäfen blieben geöffnet, auch Touristen reisten weiterhin nach Hawaii, berichtete "USA Today."

Bericht Star Advertiser

Bericht Hawaii News Now

Informationen zum Vulkanausbruch, Hawaii County

Bericht Lava blockiert Straße, Hawaii News Now

Video mit Lavastrom, YouTube, US Erdbebenwarte USGS

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