Flugverkehr in Europa schwer beeinträchtigt

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Jeder Tag dieser Art kostet die Branche laut Flugverband IATA etwa 150 Millionen Euro.

Hamburg - Nachdem die Sperrung des deutschen Luftraums bis Sonntagmorgen 8.00 Uhr verlängert wurde, haben viele Fluggesellschaften und Reiseveranstalter ihre Flüge gestrichen.

Hier finden Passagiere Hilfe:

Die deutschen Flughäfen in Deutschland im Überblick

Hotline für Reisende ab Berlin Tegel oder Schönefeld: 0180/ 500 01 86

Hotline von Air Berlin: 00800/ 57 37 80 00

Hotline von Lufthansa: 0800/ 850 60 70

Hotline von Thomas Cook: 06171/65 65 190

Hotline von TUI: 0511/5678000

Hotline von DERTOUR, Meier's Weltreisen und ADAC Reisen: 069/95 88 27 70

Lufthansa und Germanwings sagten alle Flüge bis Sonntag, 14.00 Uhr, ab, eine Reihe großer Reiseveranstalter wie Dertour, ADAC Reisen, ITS und REWE für den gesamten Sonntag, Thomas Cook bis 12.00 Uhr. Frankreich verlängerte die Sperre für die Pariser Großflughäfen bereits bis Montag. Der Luftraum über der Schweiz bleibt bis Sonntag 14.00 Uhr größtenteils geschlossen. Das Land kann aber in großer Höhe überflogen werden. Auch sieben Flughäfen im Norden Spaniens wurden gesperrt, nämlich Pamplona, San Sebastián, Bilbao, Vitoria, Santander, Logroño sowie der Flughafen der Region Asturien nahe Avilés. Die Schließung werde zunächst von 20.00 Uhr am Samstag bis 10.00 Uhr am Sonntag dauern, teilte die staatliche Flughafenbehörde AENA am Abend in Madrid mit.

Frei von Asche war noch der Luftraum über Portugal, Spanien, Süditalien, Bulgarien und südlich dieser Länder, der Luftraum über Norditalien wurde dagegen gesperrt. Statt der üblichen 22.000 Flüge gab es in Europa am Samstag nur rund 5.000, wie die Flugsicherheitsbehörde Eurocontrol in Brüssel mitteilte. Das sind weniger als ein Viertel der an Samstagen üblichen Flugbewegungen. Jeder Tag dieser Art kostet die Branche laut Flugverband IATA etwa 150 Millionen Euro.

Vulkanasche legt Flugverkehr in Europa lahm

Vulkanasche legt Flugverkehr in Europa lahm

Für den Fall, dass die Sperrungen aufgehoben werden, fordern die deutschen Fluggesellschaften bereits eine kurzfristige Aufhebung des Nachtflugverbots. Die Politik müsse unbürokratisch helfen, damit Passagiere dann schnell an ihr Ziel kommen.

Die Deutsche Bahn setzte für die vielen Flugreisenden, die ihre Pläne ändern mussten, auch am Samstag mehr Züge und Personal ein, wie ein Sprecher in Berlin sagte. Volle Züge sollte es vor allem auf den ICE-Verbindungen zwischen Frankfurt/Main, München, Hamburg, Düsseldorf und Berlin geben.

Hunderttausende sitzen überall in Europa fest und müssen sich mit Zügen, Mietautos oder Bussen durchschlagen. Auf den Kanarischen Inseln zum Beispiel harren rund 20 000 Urlauber aus, wie Spaniens Flughafenbehörde AENA berichtete. Allein auf Teneriffa warteten rund 13 000 Menschen vergeblich auf die Abreise.

Kaum Besserung in Sicht

Die Meteorologen machten Reisenden wenig Hoffnung auf schnelle Besserung. Die vorherrschenden schwachen Windströmungen und die nach wie vor große Menge an Gletschereis an dem ausgebrochenen Vulkan in Island ließen für die kommenden Tage keine großen Veränderungen der Aschewolke erwarten.

Die Aschewolke wirbelt jetzt in zwei Ausläufern über dem Kontinent. Sie hängt wie eine gespreizte Zange über Skandinavien und Mitteleuropa. Nur über Litauen, Lettland und Weißrussland war zunächst noch eine Lücke. Wie das Meteorologische Institut in Reykjavik mitteilte, weht der Wind die Asche weiter auf Europa zu.

Nach Angaben vom britischen Wetterdienst reicht die Aschesäule über dem Eyjafjallajökull mittlerweile bis in eine Höhe von auf 9.150 Meter. Die Vulkanaktivität intensiviere sich weiter.

dpa/apn

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