2600 Erdstöße am Bárdarbunga

Evakuierungen an isländischem Vulkan

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Eine Aschewolke ist am 16.04.2010 über dem Vulkan Eyjafjallajoekull auf Island zu sehen.

Reykjavik - In Island steht ein möglicher Vulkanausbruch offenbar kurz bevor. Die bei Touristen beliebte Gegend wurde aus Sicherheitsgründen nun evakuiert.

Die isländischen Behörden haben aus Sicherheitserwägungen vor einem möglichen Ausbruch des Vulkans Bárdarbunga Evakuierungen angeordnet. Am Dienstag sei aufgrund erhöhter seismischer Aktivitäten entschieden worden, eine bei Touristen beliebten Gegend nördlich des Vatnajökull-Gletschers räumen zu lassen. Ein Vulkanausbruch könne zu einem Schmelzen von Gletschereis und damit zu Überschwemmungen führen, hieß es zur Begründung. Wie viele Menschen von dieser Maßnahme betroffen seien, war zunächst nicht klar.

Der Bardarbunga ist ein riesiger Vulkan, der unter dem Gletscher liegt. Nach Einschätzung von Wissenschaftlern könnte ein Ausbruch erhebliche Schäden anrichten und durch Aschewolken den Flugverkehr in Nordeuropa und über dem Nordatlantik behindern.

Meteorologen hatten vor verstärkter Aktivität des Vulkans gewarnt. Wie das Wetterbüro am Montag mitteilte, wurde die Warnstufe für den Vulkan auf die zweithöchste Stufe „Orange“ hinaufgesetzt. Am Dienstag war der Bardarbunga bereits seit vier Tagen aktiv. Insgesamt wurden nach Behördenangaben rund 2600 Erdstöße registriert. Derzeit gebe es zwar keine Anzeichen einer Eruption, doch könne diese aufgrund der Aktivität nicht ausgeschlossen werden. 2010 hatte ein Ausbruch des isländischen Gletschervulkans Eyjafjallajökull den Flugverkehr in weiten Teilen Europas mehrere Tage lang lahmgelegt.

dpa/AFP

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