Vorwürfe gegen Bundeswehr in Kundus

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Nach dem Tod von zwei Soldaten hat ein Vater Vorwürfe gegen die Bundeswehr erhoben.

Kundus - Knapp vier Wochen nach den tödlichen Schüssen deutscher Soldaten auf einen 15-Jährigen im nordafghanischen Kundus hat dessen Vater schwere Vorwürfe gegen die Bundeswehr erhoben.

Khan Mohammad sagte der Deutschen Presse-Agentur dpa in Kundus , entgegen der Bundeswehr-Darstellung hätten die Soldaten die Zivilisten weder mit Handsignalen noch mit Warnschüssen zum Anhalten aufgefordert. Der Kommandeur des zivil-militärischen Wiederaufbauteams (PRT) in Kundus , Oberst Georg Klein, wies die Aussage des Vaters zurück. Aus dem PRT erfuhr die dpa, dass die Bundesregierung nach dem Vorfall mehr als 20 000 US-Dollar Entschädigung bezahlt hat.

Oberst Klein sagte: “Die Soldaten haben übereinstimmend und sehr glaubwürdig ausgesagt, dass Warnschüsse abgegeben worden sind.“ Die Zivilisten seien mit ihrem Kleinlaster “in hoher Geschwindigkeit“ auf eine Bundeswehr-Stellung zugefahren. Mehrere Soldaten hätten nach den Warnsignalen auf das Fahrzeug geschossen. Vor dem Vorfall habe es Meldungen gegeben, dass Selbstmordattentäter in Kleinlastern unterwegs seien. Soldaten seien in der Gegend mehrfach beschossen worden. Am selben Tag sei in der Region die bislang größte deutsch-afghanische Offensive gegen die Taliban begonnen worden.

dpa

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