Video des Tages: Sprung aus der Stratosphäre

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Felix Baumgartner.

New York - Als erster Mensch will ein Österreicher im freien Fall ohne Fluggerät die Schallmauer durchbrechen. Dazu werde der Extremfallschirmspringer in der Stratosphäre abspringen.

Felix Baumgartner wird mit einem Ballon in 36,5 Kilometer Höhe steigen, um den Sprung zu wagen. Das teilte das Team des 40-Jährigen in New York mit. Nach 35 Sekunden im freien Fall soll der Mann dann, nur ausgerüstet mit Helm und Druckanzug, die Schallmauer durchbrechen. Weil bei dem riskanten Sprung neben dem Wetter viele andere Unwägbarkeiten zu beachten seien, könne als Zeit und Ort für den Rekordversuch nur “dieses Jahr“ und “Nordamerika“ angegeben werden.

Hier gibt es das Video

“Da ist durchaus auch Furcht, wie vor jedem Absprung“, sagte Baumgartner der dpa. “Aber Springen ist mein Leben und von diesem, genau diesem Sprung habe ich mein Leben lang geträumt. Die Furcht ist deshalb kein Hindernis, sie sorgt nur dafür, dass wir es richtig machen.“ Zudem sei er von hervorragenden Wissenschaftlern und erstklassiger Technik umgeben. Der Salzburger war bekannt geworden, als er 2003 im freien Fall mit einem knapp zwei Meter breiten Flügel auf dem Rücken den Ärmelkanal überquerte. “Ich mag das Abenteuer. Aber ich bin keiner, der den Kick sucht.“ “Wir machen das nicht wegen des Rekordes, sondern um wichtige Daten zu bekommen“, sagte Joe Kittinger als Berater des Teams.

Der frühere Oberst der amerikanischen Luftwaffe ist als Fallschirmspringer eine Legende, weil er 1960 aus gut 30 Kilometern den bislang höchsten Fallschirmsprung machte. “Ich gebe zu, die Herausforderung, mit diesem Projekt den 50 Jahre alten Rekord zu brechen, reizt schon“, sagte Kittinger. “Aber wie mein Sprung damals ist der von Felix zu allererst eine Forschungsreise.“ Der Ballon, der Baumgartner in drei Stunden auf die Absprunghöhe bringen soll, ist anfangs tropfenförmig und 200 Meter hoch. Weil sich das Helium ausdehnt, ist er später kugelrund.

“Das Material ist dünnes Plastik, so wie die Tüte, in der Sie Ihren Anzug von der Reinigung bekommen“, sagte Kittinger. Baumgartner sei in der Kapsel dann “sehr, sehr allein“. Schon 35 Sekunden nach dem Absprung will der Österreicher die Schallmauer durchbrechen, nur geschützt durch Helm und Spezialanzug. Nach sechs Minuten im freien Fall und 15 am Schirm soll er wieder sicher landen. “Das da oben ist einer der lebensfeindlichsten Plätze“, sagte Missionsarzt Jonathan Clark.

“Wenn die Erde so groß wie ein Basketball wäre, dann wäre die Atmosphäre gerade vier Blatt Papier dick. Felix wird vom obersten Blatt springen“, sagte der NASA- Mitarbeiter. “Ohne den Spezialanzug wäre der Mann nach wenigen Sekunden tot.“

Zur Ausrüstung gehöre auch eine Weste mit Messgeräten. “Wir sind sehr gespannt auf die Daten. Genau wie Joes Sprünge die Raumfahrt vorbereiteten, könnten die Daten von Felix jetzt auch bahnbrechend sein.“ “Das ist ein Testflugprogramm. Und Felix ist das Flugzeug.

 Da gibt es eine Menge interessanter Daten zu sammeln“, sagte Kittinger. Baumgartner sagte, dass neben dem Team vor allem Kittingers Stimme ihm Sicherheit geben würde. “Das braucht er eigentlich nicht“, sagte der Amerikaner. “Er ist ein hervorragender Athlet und außerdem ist es da oben minus 25 Grad kalt. Die Erde ist besser, die ist freundlich. Also komm' zurück, am besten mit Überschall.“

dpa

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