Verwundete Soldaten weiter in kritischem Zustand

Koblenz - Zwei der beim jüngsten Anschlag auf die Bundeswehr in Afghanistan verwundeten sechs Soldaten befinden sich weiter in kritischem Zustand.

Sie würden im Bundeswehrkrankenhaus in Ulm noch immer intensivmedizinisch betreut. Der Zustand der beiden Schwerverletzten sei aber stabil, sagte ein Sprecher des Sanitätsführungskommandos der Bundeswehr in Koblenz am Montag auf dapd-Anfrage. Auch zwei zwei leichter verletzte Soldaten werden in Ulm behandelt.

Zwei weitere in Koblenz untergebrachte Soldaten haben dem Sprecher zufolge “mittelschwere“, nicht lebensgefährliche Verletzungen. Die beiden verwundeten Soldaten waren in der Nacht zu Montag nach Koblenz gebracht worden. Nach eingehenden Untersuchungen ist entschieden worden, dass sie nicht länger auf der Intensivstation betreut werden müssen.

Bei dem Amoklauf am Freitag hatte in der Provinz Baghlan ein afghanischer Soldat im Bundeswehraußenposten “OP North“ aus nächster Distanz auf eine Gruppe deutscher Soldaten geschossen und drei von ihnen getötet. Beim anschließenden Schusswechsel wurde auch der Angreifer erschossen.

Die verletzten Soldaten wurden mit einem Lazarett-Flugzeug nach Deutschland geflogen. Es war das erste Mal, dass sich ein solcher Angriff innerhalb eines deutschen Lagers ereignete. Der Angreifer war zur Bewachung der Bundeswehrsoldaten abkommandiert worden.

dapd

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