Verwirrte Angreiferin wollte Papst nur um Hilfe bitten

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Die 25-jährige Papst-Angreiferin wird derzeit in der Klinik in Subiaco auf ihren Geisteszustand hin untersucht.

Rom - Die Angreiferin vom Heiligen Abend hat den Papst nur bitten wollen, “sich für die Geringsten der Welt einzusetzen.“ Der Vatikan entscheidet bald über ein mögliches Strafverfahren.

Die 25-jährige Italo-Schweizerin habe dies dem medizinischen Personal der Klinik in Subiaco erklärt, in der sie auf ihren Geisteszustand hin untersucht wird, wie der Mailänder “Corriere della Sera“ am Montag berichtete. Der Vatikan will bald entscheiden, ob gegen die verwirrte Frau ein Strafverfahren eröffnet wird.

Sie hatte zu Beginn der Weihnachtsmesse im Petersdom die Absperrung überwunden, sich auf den Papst gestürzt und diesen zu Fall gebracht. Medien spekulieren, dass sie freikommen könnte, weil sie seelische Probleme habe und keinerlei Waffe bei sich gehabt habe.

Die 25-Jährige muss jedoch zunächst noch etwa eine Woche in der Klinik östlich von Rom bleiben. Der Staatsanwaltschaft des Heiligen Stuhls liegen bereits die Berichte der vatikanischen Sicherheit und von Augenzeugen zu dem Vorfall am Heiligen Abend vor. Die Gutachten der Mediziner stehen noch aus.

Sollte sie vor dem Vatikan-Richter Piero Antonio Bonnet erscheinen müssen und auch verurteilt werden, dann könnte sie ihre Strafe in Italien oder der Schweiz absitzen. Die juristischen Vereinbarungen des Vatikans mit beiden Ländern erlauben dies. Vatikan-Sprecher Federico Lombardi hatte bereits kurz nach dem Vorfall gesagt, meist sei die Justiz des Heiligen Stuhls eher gnädig.

dpa

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