Verrückte Wetter-Welt: Polen friert, Finnland schwitzt

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Heftige Schneefälle haben den Süden Polens überrascht.

Zakopane - Wetterkapriolen wie im April herrschen derzeit in weiten Teilen Europas: Hochwasser und Schnee in Polen, Bibber-Temperaturen in Süddeutschland und 25 Grad in Finnland.

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Mai, ist das ein Aprilwetter! Verkehrte Wetter-Welt herrscht dieser Tage. Besonders in Süddeutschland scheinen sich ungemütliche Temperaturen und Regenwolken so richtig wohl zu fühlen. Nichts geht derzeit mit Eis-Essen im Park und gemütlichen Grillabenden im Garten. Und wer ist Schuld daran? "Ehe nicht Pankratius, Servatius und Bonifatius vorbei, ist nicht sicher vor Kälte der Mai", besagt eine alte Wetterregel. Dabei sollten sich die Eisheiligen - zu den drei genannten Herren gesellt sich in Bayern am 15. Mai noch die Kalte Sophie - eigentlich schon verzogen haben.

Wer Sonne und heiße Temperaturen von über 25 Grad suchte, der war dieser Tage in Finnland genau richtig. Wo sich sonst Langläufer und Skifahrer mit dicken Jacken tummeln, waren Sonnenanbeter im T-Shirt zu sehen. Zu verdanken hatten die Finnen das tolle Wetter einem Hochdruckgebiet, das über ihr Land gezogen ist.

Schneefälle haben den Süden Polens überrascht.

Wetterkapriolen der unangenehmeren Art erleben dagegen die Menschen in Osteuropa. Im Süden Polens bedrohen seit Tagen starke Hochwasser Land und Leute. Auch im Osten Tschechiens und in Ungarn traten viele Flüsse über die Ufer, tausende Einwohner mussten in Sicherheit gebracht werden. Es herrscht Hochwasseralarm. Die Situation in beiden Ländern sei dramatisch, sagte der Präsident des Landesumweltamtes, Matthias Freude, dem Radiosender RBB-Welle Antenne Brandenburg. Grund zur Panik gebe es aber nicht.

Nur kurz nach den schweren und langanhaltenden Regenfällen erlebte der Süden Polens jetzt eine weitere Wetter-Überraschung. Eine dicke Schneedecke überzog innerhalb kurzer Zeit die Stadt Zakopane. Schneepflüge mussten die Straßen räumen und Streufahrzeuge dafür sorgen, dass die Menschen mit ihren Autos sicher an ihr Ziel kamen.

Aber wann kommt denn nun endlich der Frühling? Zumindest aufs verlängerte Pfingstwochenende dürfen wir uns freuen. Laut Deutschem Wetterdienst (DWD) klingen die Regenfälle bis Samstag ab und die Temperaturen steigen leicht an. Und glaubt man folgender Bauernregel, so haben wir durchaus Grund zur Hoffnung: "St. Urban (25. Mai) gibt der Kälte den Rest, wenn Servatius noch was übrig lässt".

vam / dpa

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