Verhärtete Fronten in Honduras

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Zum 15. Oktober will der gestürzte Präsident in Honduras Zeleya wieder in sein Amt eingesetzt werden.

Tegucigalpa - Die Fronten zu Beginn der Gespräche über den Honduras-Konflikt sind verhärtet. Der gestürzte Präsident Zelaya besteht ultimativ darauf, bis zum 15. Oktober wieder als Staatschef eingesetzt zu werden.

Sein Gegenspieler, Interims-Präsident Roberto Micheletti erklärte, er werde nicht zurücktreten, wenn nicht gleichzeitig Zelaya seine Ansprüche zurücknehme. Die Verhandlungen der beiden Lager hatten am Mittwoch erstmals auf honduranischem Boden im Beisein einer Delegation von Außenministern der Organisation der Amerikanischen Staaten (OAS) begonnen.

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Zelaya, der seit dem 21. September in der brasilianischen Botschaft Zuflucht gefunden hat, sagte: “Ich bin eine Lösung und nicht ein Problem.“ Er dämpfte die Hoffnungen auf eine rasche Einigung mit den Worten: “Ich glaube immer noch, dass es einen Ausweg gibt, aber er ist weit entfernt.“ Der Verhandlungstisch sei eine Strategie der de-facto-Regierung, um die Krise in die Länge zu ziehen. Die einzige Lösung aber sei, dass er wieder Präsident von Honduras werde.

Micheletti dagegen sagte bei einem Treffen mit der OAS-Delegation, die einzige Lösung der Krise bestehe im Ahbalten der Präsidentenwahlen am 29. November. “Es gibt keine Möglichkeit, die Wahlen zu stoppen“, fügte er hinzu. Nur im Falle eines Verzichts Zelayas sei auch er bereit, sein Amt abzugeben. “Wenn ich ein Hindernis für den Frieden des Landes sein sollte, trete ich zur Seite“, sagte er. “Aber ich fordere, dass dieser Herr (Zelaya) dann dasselbe tut.“ Die politische Krise in Honduras war am 28. Juni in einen offenen Machtkampf umgeschlagen.

Damals setzten Militärs Zelaya auf Anordnung des Obersten Gerichtes ab und verfrachteten ihn ins Ausland. Am selben Tag bestimmte der Kongress Micheletti, den damaligen Parlamentsvorsitzenden, zum neuen Präsidenten. Zwei Versuche Zelayas, nach Honduras zurückzukehren, um mit Hilfe seiner Anhänger an die Macht zurückzukehren, scheiterten. Die Sicherheitskräfte unterstellten sich Micheletti. Als Zelaya am 21. September unbemerkt in der brasilianische Botschaft gelangt war, scheiterte sein Versuch, von dort aus, eine Rebellion zu provozieren.

dpa

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