Erinnerung an das Massaker

Utoya-Mahnmal: Künstler zerteilt Insel

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In dem Entwurf für die Gedenkstätte zerteilt ein dreieinhalb Meter breiter Schnitt die Insel Sorboten. Er symbolisiert die Wunde, die das Attentat hinterlassen hat.

Oslo - Die Terroranschläge von Anders Breivik haben in den Seelen der Norweger eine tiefe Wunde hinterlassen. Die zwei Gedenkstätten, die ein Künstler entwirft, symbolisieren das eindrucksvoll.

Der Schwede Jonas Dahlberg gewann am Donnerstag eine Ausschreibung, an der sich Künstler mit Hunderten Vorschlägen beteiligt hatten, berichtete die norwegische Nachrichtenagentur NTB.

Besucher können die Namen der Opfer Breiviks durch eine Glaswand hindurch lesen.

Zunächst will Dahlberg eine dreieinhalb Meter breite Schneise in die felsige Landschaft der Insel Sorbroten nahe der Insel Utoya schlagen - sinnbildlich für die Wunde, die die Attentate in Norwegen hinterlassen haben. An der einen Seite des Schnitts sollen dann die Namen der Opfer vom 22. Juli eingraviert werden. Durch eine Glaswand auf der anderen Seite können Besucher die Namen sehen, aber nicht berühren.

Den herausgeschnittenen Stein will Dahlberg für die Gedenkstätte in Oslos Regierungsviertel verwenden. Sie soll die Form eine Amphitheaters haben und mit Bäumen von der Insel bestückt sein.

Gedenken an Opfer von Breivik-Attentat

Gedenken an Opfer von Breivik-Attentat

Die Gedenkstätte auf der Insel Sorbroten liegt etwa 1,5 Kilometer entfernt von der Insel Utoya, wo Breivik im Juli 2011 das Blutbad anrichtete.

"Der Schnitt ruft ein Gefühl des plötzlichen Verlustes hervor, verbunden mit dem dauerhaftem Fehlen und Erinnern an die, die umgekommen sind", urteilte die Jury. „Der Vorschlag ist radikal und mutig und erweckt die tragischen Ereignisse des 22. Juli 2011 auf direkte und körperlich erfahrbare Art."

Bei Anschlägen auf Utøya und mitten in Oslo hatte der rechtsradikale Massenmörder Anders Behring Breivik 77 überwiegend junge Menschen getötet und war dafür zu 21 Jahren Haft verurteilt worden.

dpa/hn

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