UN verurteilt Atomwaffentest Nordkoreas

New York - Der Weltsicherheitsrat hat den Atomwaffentest Nordkoreas verurteilt. Das UN-Gremium werde in Kürze eine weitere Resolution gegen die Regierung in Pjöngjang verabschieden, hieß es in New York.

Nordkorea müsse sich an die zwei früheren Resolutionen halten, die unter anderem weitere Atomtests verboten und eine Rückkehr zu den Sechs-Parteien-Gesprächen gefordert haben. Der Weltsicherheitsrat kam auf Antrag Japans und Russlands zu einer Dringlichkeitssitzung über den nordkoreanischen Test zusammen. Zuvor trafen sich die fünf ständigen Mitglieder des Weltsicherheitsrats - die USA, Russland, China, Großbritannien und Frankreich - zu mehr als einstündigen Gesprächen hinter verschlossenen Türen. Beteiligt waren daran außerdem die UN-Botschafter Japans und Südkoreas.

Nordkorea habe mit seinem zweiten Atomwaffentest binnen drei Jahren unverantwortlich gehandelt, sagte der japanische UN-Botschafter Yukio Takasu. Der Weltsicherheitsrat müsse nun entschieden reagieren. Zu möglichen neuen Sanktionen gegen die Regierung in Pjöngjang wollte sich Takasu vor den Beratungen mit den anderen Mitgliedern nicht äußern. Wichtig sei eine einheitliche Antwort des Gremiums. Die Dringlichkeitssitzung in New York hatten Japan und Russland beantragt. UN-Generalsekretär Ban Ki Moon äußerte bei einem Besuch in Kopenhagen die Hoffnung, dass der Sicherheitsrat die “notwendigen Maßnahmen“ einleiten werde, um der “eindeutigen Missachtung von UN-Resolutionen“ entgegenzutreten. Welche Maßnahmen dies sein könnten, ließ er vorerst offen.

Nach Angaben des russischen Verteidigungsministeriums ereignete sich die unterirdische Atomexplosion im Nordosten Nordkoreas am Montag um 9.54 Uhr Ortszeit (2.54 Uhr MESZ). Die Sprengkraft wurde auf zehn bis 20 Kilotonnen geschätzt - vergleichbar den US-Atombomben, die gegen Ende des Zweiten Weltkrieges Hiroshima und Nagasaki zerstörten. Die südkoreanische Nachrichtenagentur Yonhap meldete, nach dem Atomtest habe Nordkorea zudem drei Kurzstreckenraketen abgefeuert.

AP

Rubriklistenbild: © ap

Das könnte Sie auch interessieren

Familienurlaub in Grächen: Abfahrt mit dem Weltmeister

Familienurlaub in Grächen: Abfahrt mit dem Weltmeister

Bayern-Fest bei Heynckes' Europa-Comeback - 3:0 gegen Celtic

Bayern-Fest bei Heynckes' Europa-Comeback - 3:0 gegen Celtic

Werder auf dem Freimarkt

Werder auf dem Freimarkt

NRW: 700 Polizisten stürmen Hells-Angels-Wohnungen

NRW: 700 Polizisten stürmen Hells-Angels-Wohnungen

Meistgelesene Artikel

Experten angespannt: Asteroid raste auf Erde zu - und verfehlte sie nur knapp

Experten angespannt: Asteroid raste auf Erde zu - und verfehlte sie nur knapp

Pechvogel-Frau landet einen viralen Hit mit dem Versuch, ihr Handy zu retten

Pechvogel-Frau landet einen viralen Hit mit dem Versuch, ihr Handy zu retten

Zu Fuß von Hamburg nach Shanghai: Extremsportler bricht sich beide Füße

Zu Fuß von Hamburg nach Shanghai: Extremsportler bricht sich beide Füße

Gericht: Strafbefehle müssen in Sprache des Empfängers übersetzt werden

Gericht: Strafbefehle müssen in Sprache des Empfängers übersetzt werden

Kommentare