Nach Verwüstungen im Süden wüten weitere Unwetter

In weiten Teilen Deutschlands entluden sich heftige Gewitter. Foto: Julian Stratenschulte
1 von 6
In weiten Teilen Deutschlands entluden sich heftige Gewitter. Foto: Julian Stratenschulte
Die Gleise der Bahnlinie zwischen Würzburg und Ansbach sind noch mit Geröll und Schlamm verschüttet. Unwetter hatten in der Nacht zum Montag in Franken Schäden verursacht. Foto: Deutsche Bahn/dpa
2 von 6
Die Gleise der Bahnlinie zwischen Würzburg und Ansbach sind noch mit Geröll und Schlamm verschüttet. Unwetter hatten in der Nacht zum Montag in Franken Schäden verursacht. Foto: Deutsche Bahn/dpa
Über dem Glockenturm der Neustädter Hof- und Stadtkirche St. Johannis türmen sich während eines Unwetters in Hannover Wolken auf. Foto: Sebastian Gollnow
3 von 6
Über dem Glockenturm der Neustädter Hof- und Stadtkirche St. Johannis türmen sich während eines Unwetters in Hannover Wolken auf. Foto: Sebastian Gollnow
Ein bei den schweren Überschwemmungen zerstörtes Feuerwehrfahrzeug wird in Braunsbach abtransportiert. Foto: Roland Böhm
4 von 6
Ein bei den schweren Überschwemmungen zerstörtes Feuerwehrfahrzeug wird in Braunsbach abtransportiert. Foto: Roland Böhm
Ein kräftiges Gewitter gab es auch in Berlin. Foto: Paul Zinken
5 von 6
Ein kräftiges Gewitter gab es auch in Berlin. Foto: Paul Zinken
Nach den heftigen Regenfällen vom Wochenende sind die Wasserstände an Rhein, Nahe und Mosel sprunghaft gestiegen. Foto: Thomas Frey
6 von 6
Nach den heftigen Regenfällen vom Wochenende sind die Wasserstände an Rhein, Nahe und Mosel sprunghaft gestiegen. Foto: Thomas Frey

Blockierte Straßen, zerstörte Häuser: In den Unwettergebieten von Baden-Württemberg beginnt das Aufräumen. In der Nacht gab es auch über Nordrhein-Westfalen schwere Gewitter. Die Gefahr in Deutschland ist noch nicht gebannt.

Schwäbisch Gmünd (dpa) - Gewitter mit Starkregen haben nach den verheerenden Unwettern in Süddeutschland nun auch Nordrhein-Westfalen getroffen. Die Feuerwehr im Kreis Euskirchen rückte in der Nacht zum Dienstag zu rund 150 Einsätzen aus.

Auch in Stolberg bei Aachen standen die Notruftelefone nicht still. Laub und Schlamm verstopften Kanalrohre, das Wasser lief über die Straßen und flutete Keller. Verletzt wurde ersten Angaben zufolge niemand. Im Süden Deutschlands beginnt unterdessen das mühselige Aufräumen. Im Nordosten bestand dem Deutschen Wetterdienst zufolge am Dienstag weiter Unwettergefahr.

Besonders betroffen in Nordrhein-Westfalen war in der Nacht - wie schon am Freitag - die nördliche Eifel. 64 Liter Niederschlag pro Quadratmeter seien innerhalb von 24 Stunden an der Station Kall-Sistig gemessen worden, sagte eine Meteorologin des Deutschen Wetterdienstes (DWD). Wassermassen rissen einen Flüssiggastank aus der Verankerung, der daraufhin auslief. Eine Produktionshalle stand unter Wasser. Das Deutsche Rote Kreuz versorgte Anwohner und rund 250 Helfer. In Stolberg bauten Einsatzkräfte mit Sandsäcken Deiche, um die Häuser zu schützen.

In Niedersachsen verlief das angekündigte Unwetter vergleichsweise glimpflich. In der Region Hannover liefen mehrere Keller voll, zwei Autos blieben in einer überfluteten Unterführung stecken. Die Feuerwehr rückte mehr als 100 Mal aus. Insgesamt sei das Bundesland aber von großen Schäden verschont geblieben, sagten Polizeisprecher.

Heute sollten sich nach einer Pause am Vormittag erneut teils kräftige Gewitter entwickeln, warnte der DWD. Schwerpunkt sei der Nordosten, also die Regionen um die Elbe herum sowie nordöstlich davon. Dabei seien Unwetter durch Starkregen und Hagel möglich.

Am Montag hatte Tief "Elvira" schwere Verwüstungen im Süden Deutschlands hinterlassen. Vier Menschen kamen ums Leben, Tausende Helfer waren nach der Gewitternacht im Einsatz. "Die Schäden sind nicht so schnell zu beseitigen. Das wird noch einige Zeit dauern", sagte ein Sprecher der Polizei in Heilbronn am frühen Dienstagmorgen.

In Schwäbisch Gmünd, wo zwei Menschen im Hochwasser ums Leben gekommen waren, wurden eine Anlaufstelle für freiwillige Helfer und ein Spendenkonto eingerichtet. In der Region waren Straßen blockiert und Brücken verstopft, teilte etwa die Straßenmeisterei für den Landkreis Schwäbisch Hall mit, zu dem auch der besonders stark betroffene Ort Braunsbach gehört.

Auch in Bayern und Rheinland-Pfalz hatte die Gewitterfront gewütet. Welchen Sachschaden die Unwetter hinterließen, war noch unklar. Bei der Sparkassenversicherung dürften Schäden im mindestens zweistelligen Millionen-Euro-Bereich anfallen, wie ein Sprecher in Stuttgart am Montag gesagt hatte.

DWD-Warnlagebericht

Das könnte Sie auch interessieren

Konzert an der Kantor-Helmke-Schule in Rotenburg

Wenn es in der Rotenburger Kantor-Helmke-Schule (KHS) heißt: „Wir machen Musik“ und die Eltern zu einem Konzert Frühlingskonzert einladen, dann …
Konzert an der Kantor-Helmke-Schule in Rotenburg

Großbrand auf Reiterhof in Luttum 

Komplett zerstört wurde bei einem Großbrand am Donnerstagnachmittag mindestens der Dachstuhl eines Wohhauses auf einem Reiterhof in Luttum (Gemeinde …
Großbrand auf Reiterhof in Luttum 

Barnstorfer Frühlingserwachen

Mit dem Barnstorfer Frühlingserwachen startete der Hunteflecken voller Schwung und mit vielen Angeboten in den lang ersehnten Frühling.
Barnstorfer Frühlingserwachen

Bundeswehr-Übung in Eystrup

Einheiten der Bundeswehr absolvierten am Donnerstag eine Übung. Um 6 Uhr ging es vom Standortübungsplatz Langendamm zur Weser-Übergangsstelle …
Bundeswehr-Übung in Eystrup

Meistgelesene Artikel

Mann schleicht sich in Geisterstadt Fukushima - und macht erschreckende Entdeckung

Mann schleicht sich in Geisterstadt Fukushima - und macht erschreckende Entdeckung

Nach Triebwerksexplosion mit einer Toten: Airline ignorierte offenbar eine Turbinen-Überprüfung

Nach Triebwerksexplosion mit einer Toten: Airline ignorierte offenbar eine Turbinen-Überprüfung

Unheimliche Aufnahmen! Diese mysteriöse Kreatur soll zwei Hunde zerfleischt haben

Unheimliche Aufnahmen! Diese mysteriöse Kreatur soll zwei Hunde zerfleischt haben

Schlafzimmer-Video geht viral: Darum wacht diese junge Frau müde auf

Schlafzimmer-Video geht viral: Darum wacht diese junge Frau müde auf