Schwere Unwetter fordern Todesopfer

Heftige Überschwemmungen in Japan: Zahl der Opfer steigt auf 200

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Schwere Unwetter in Japan haben Todesopfer gefordert.

Bei schweren Unwettern in Japan haben zahlreiche Menschen ihr Leben verloren. Dutzende werden noch vermisst, hunderte Häuser wurden beschädigt.

Update vom 12. Juli 2018 - 9.22 Uhr: 

Die Zahl der Todesopfer nach den Überschwemmungen im Westen Japans ist auf 200 gestiegen. Wie örtliche Medien am Donnerstag weiter berichteten, werden noch immer Dutzende Menschen vermisst. In einigen Gebieten ist die Versorgung mit Leitungswasser weiter unterbrochen. Dadurch erhöht sich das Risiko von Erkrankungen in Folge der schwülen Sommerhitze.

Bei den extrem starken Regenfällen der vergangenen Tage war es in den am schwersten betroffenen Provinzen Okayama, Hiroshima und anderen Regionen zu schweren Überschwemmungen und Erdrutschen gekommen. Zahlreiche Häuser wurden teils völlig zerstört, Zehntausende mussten Notunterkünfte aufsuchen. Es ist die schlimmste Naturkatastrophe, die das asiatische Inselreich seit dem verheerenden Erdbeben und Tsunami im März 2011 heimsuchte.

Update vom 9. Juli 2018 - 16:40 Uhr:

Die Regierung teilte mit, dass bisher 103 Todesopfer gezählt worden seien. Wegen der vielen Vermissten drohte die Zahl weiter zu steigen. Der öffentlich-rechtliche Sender NHK berichtete am Abend von 125 Todesopfern und 61 Vermissten. Ein Soldat in Kumano sagte der Nachrichtenagentur AFP, die Zeit für die Rettung weiterer Menschen werde knapp. „Es ist möglich, dass Überlebende gefunden werden, aber je mehr Tage vergehen, desto unwahrscheinlicher wird es.“

Regierungssprecher Yoshihide Suga sagte, dass in den Katastrophengebieten 73.000 Polizisten, Feuerwehrleute und Soldaten sowie 700 Hubschrauber im Einsatz seien. Regierungschef Shinzo Abe sagte seine geplante Reise nach Belgien, Frankreich, Saudi-Arabien und Ägypten ab.

Update vom 9. Juli 2018 - 13:08 Uhr:

Die Zahl der Todesopfer ist mittlerweile auf 112 gestiegen. Noch etwa 80 Menschen werden laut der Nachrichtenagentur Kyodo vermisst. In den überschwemmten Wohngebieten der Stadt Kurashiki im Westen Japans wurden vier weitere Opfer gefunden. Wie die Agentur weiter berichtet, ist keine Pause in Sicht: Der nächste Sturm nähert sich schon.

Update vom 9. Juli 2018 - 06.39 Uhr:

Bei den Unwettern in Japan sind bislang mindestens 100 Menschen ums Leben gekommen. Sieben Opfer seien am Montagmorgen in überschwemmten Wohngebieten der Stadt Kurashiki im Westen des Landes gefunden worden, berichtete die Nachrichtenagentur Kyodo News. Der heftige Regens hat seit Donnerstag Straßen überflutet und Erdrutsche ausgelöst. Dutzende Menschen werden vermisst. Insgesamt 54 000 Rettungskräfte sind nach Angaben der Regierung im Einsatz, darunter Soldaten und Polizisten. Besonders betroffen von den starken Regenfällen war die Region um die Millionenstadt Hiroshima. Dort gab es nach Angaben des Nachrichtensenders NHK alleine 39 Tote.

Unwetter mit außergewöhnlich viel Regen

Hiroshima - Unwetter mit außergewöhnlich viel Regen haben in Japan mindestens 83 Menschen in den Tod gerissen. 57 werden vermisst, wie der Nachrichtensender NHK am Sonntag berichtete. Sechs Verletzte befänden sich in kritischem Zustand. Fotos zeigten schlimme Folgen des seit Donnerstag andauernden Regens: überflutete Straßen, verschlammte Häuser, Erdrutsche.

Laut Regierungssprecher Yoshihide Suga suchen insgesamt 54 000 Helfer - darunter Soldaten und Polizisten - nach eingeschlossenen, verletzten oder toten Menschen. Premierminister Shinzo Abe rief dazu auf, bei der Suche nichts unversucht zu lassen. „Es ist ein Kampf gegen die Zeit“, sagte Abe am Sonntagmorgen (Ortszeit).

Besonders betroffen von den starken Regenfällen war die Region um die Millionenstadt Hiroshima. Allein dort wurden 37 Tote und 40 Vermisste gemeldet. Auf der südwestlichen Hauptinsel Shikoku starben 18 Menschen. Die Zahl der Opfer könnte noch weiter steigen. Drei Menschen schwebten in Lebensgefahr.

Die heftigen Unwetter in Japan haben ein Chaos hinterlassen.

Berichten zufolge verließen wegen der Wassermassen Hunderttausende ihre Häuser. Andere mussten sich auf die Dächer ihrer Häuser retten und harrten dort aus, bis die Rettungsteams sie erreichten. Wie die Nachrichtenagentur Kyodo meldete, wurden Hunderte Häuser beschädigt, Tausende Helfer waren im Einsatz.

Noch ist kein Ende des Unwetters in Sicht

Die Wetterbehörde warnte vor weiteren Erdrutschen und Hochwasser. Vor allem in den Präfekturen Kyoto und Gifu gebe es „noch nie da gewesene Niederschläge.“ Eine Entspannung der Lage ist nicht in Sicht, auch am Sonntag erwarten die Meteorologen heftige Niederschläge.

In der vom heftigen Regen betroffenen Region im Westen Japans befinden sich die Großstädte Fukuoka, Nagasaki und Hiroshima. Regierungschef Shinzo Abe wies das Kabinett an, ohne Verzögerungen Rettungsarbeiten auf den Weg zu bringen.

dpa/afp

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