„Ganze Waldstücke wurden plattgelegt“

Schwere Unwetter in Deutschlands Nachbarländern: Mehrere Verletzte nach Tornado in Belgien

Blick auf ein Haus nachdem ein Tornado in der Nacht durch den Ort Beauraing fegte und Schäden hinterlassen hat.
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Nach einem Tornado im belgischen Beauraing wurden zahlreiche Gebäude beschädigt - einige sind nicht mehr bewohnbar.

Deutschland drohen am Sonntag schwere Gewitter, teilweise wird sogar vor Tornados gewarnt. In einigen Nachbarländern haben Unwetter am Wochenende bereits Schäden angerichtet.

Beauraing - Das Sommerwetter ist in den vergangenen Tagen so richtig in Deutschland angekommen. Temperaturen um die 30 Grad und Sonnenschein lockten die Menschen nach draußen. Doch bereits in der Nacht auf Sonntag sind teilweise heftige Gewitter über den Westen Deutschlands gezogen. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) warnt vor weiteren schweren Unwettern im Laufe des Tages und Abends, auch Tornados sind möglich*.

Tornado in Belgien: Mehrere Personen bei Unwetter leicht verletzt - Zahlreiche Gebäude beschädigt

In einigen Nachbarländern hat das Wetter* am Wochenende bereits seine negativen Seiten gezeigt. Bei einem Tornado* im südbelgischen Beauraing sind insgesamt 17 Menschen leicht verletzt worden. Wie die Nachrichtenagentur Belga am Sonntag unter Berufung auf die Stadtverwaltung berichtete, wurden 92 Gebäude im Ort beschädigt.

Bilder aus Beauraing zeigten komplett abgedeckte Dächer, zerbrochene Scheiben und kaputte Autos. Etwa zehn Wohnhäuser seien sogar unbewohnbar, hieß es weiter. Die meisten der Verletzten hatten sich dem Bericht zufolge auf der Terrasse eines Cafés aufgehalten, als der lokale Wirbelsturm am Samstagabend (19. Juni) wütete. Der betroffene Ort befindet sich unweit der Grenze zu Frankreich.

Schwere Unwetter in Frankreich richten Schäden an

Dort haben Starkregen, heftiger Wind* und Hagel in Teilen des Landes am Wochenende erhebliche Schäden angerichtet. In der kleinen Gemeinde Saint-Nicolas-de-Bourgueil im Westen Frankreichs riss ein Tornado die Spitze eines Kirchturms ab. Das berichtete die Nachrichtenagentur AFP. Verletzte gab es demnach allerdings nicht.

In anderen Teilen Frankreichs zeigten Bilder überschwemmte Straßen und Keller, umgefallene Bäume und große Hagelkörner. Medienberichten zufolge waren zeitweise Tausende Haushalte ohne Strom. Auch der Zugverkehr sei eingeschränkt gewesen. Für weite Teile Frankreichs hatte der Wetterdienst Météo-France wegen der Hitzegewitter* die hohe Warnstufe Orange ausgerufen.

Unwetter in den Niederlanden: „Ganze Waldstücke wurden plattgelegt“

Auch in den Niederlanden haben schwere Unwetter* erhebliche Schäden angerichtet. Westlich von Utrecht wurden sechs Häuser so stark beschädigt, dass sie vorläufig nicht mehr bewohnbar sind, wie die niederländische Nachrichtenagentur ANP am Samstag berichtete. Neun Menschen wurden durch Folgen des Sturms verletzt, der am Freitag lokal begrenzt wütete.

In der Region des Nationalparks Utrechtse Heuvelrug sind Tausende Bäume umgeknickt - einige davon waren mehr als 150 Jahre alt. „Ganze Waldstücke wurden plattgelegt“, sagte ein Sprecher der Forstverwaltung. Weil immer noch Bäume umfallen und Äste abbrechen könnten, sei die Gegend für Besucher gesperrt worden.

Nach Angaben der Forstverwaltung tobte der Sturm am heftigsten in einem etwa drei Kilometer breiten und fünf Kilometer langen Gebiet nördlich der Ortschaft Leersum. Möglicherweise habe es sich hier ebenfalls um einen Tornado gehandelt, sagte ein Behördensprecher. Untersuchungen des Wetterdienstes dazu seien aber noch nicht abgeschlossen. (ph/dpa/afp) *Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

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